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Testbericht Im Test: D/A-Wandler Peachtree iDac

Der Peachtree iDac (1200 Euro) mit seinem eingebautem iPod-Dock ist ein edler, feiner Wandler mit farbenfrohen Klang ohne jedweder Rauhigkeit.

Peachtree iDAC

Hersteller
Peachtree
UVP
1200.00 €
Wertung
115.0 Punkte
Testverfahren
1.0
Auszeichnung
AUDIO Empfehlung: Peachtree iDac 5/2011

Selbst ein iPod reift mit nachgeschaltetem D/A-Wandler zur ernstzunehmenden HiFi-Komponente, wenn ein Apple-Schlüsselchip den standardmäßig gesperrten, jahrelang sogar gänzlich geheimgehaltenen Digitalausgang des Taschenspielers freigibt.

Peachtree iDac

Der Peachtree iDAC verdankt dieser – selbstredend lizenzpflichtigen und damit nicht billigen – Fähigkeit das „i“ im Namen, will sich deshalb aber keineswegs als Lifestyle-Weichei verstanden wissen. Schließlich warten auf der Rückseite des in dicken Hochglanzlack gehüllten Holzgehäuses – das man mit Rücksicht auf den Lack und die sehr engen Passungen besser nicht zu öffnen versucht – auch klassische Eingänge für den harten HiFi-Kerl: zwei optische Toslink-Buchsen, zwei Koaxe sowie eine USB-Schnittstelle, die mit bis zu 96kHz unterstützter Abtastrate schon zu den ambitionierteren ihrer Art gehört.

Der Alu-Kühler vorne im Gerät (rechts) dient keiner Endstufe, sondern einer Reihe von Spannungsreglern, die – unterstützt von eindrucksvollen Elko-Trupps – die verschiedenen Schaltungsbereiche mit Energie versorgen.

Die asynchrone USB-Betriebsart, die eine vollständige Unabhängigkeit des Wandler-Arbeitstakts von den Vorgaben des PC ermöglicht, beherrscht der Peachtree-USB nicht. Der Wandler muss sich dem Rechner-Takt also mit einer PLL-Schaltung anpassen; er kann Unregelmäßigkeiten zwar dämpfen, aber nicht komplett verhindern. „Muss er auch nicht“, könnten die Peachtree-Entwickler mit Blick auf den verbauten Wandlerchip sagen: Der ESS 9018 ist einer der komplexesten DAC-Bausteine am Markt und enthält neben den eigentlichen Wandlern (streng genommen sind es 16, verteilt auf acht Kanäle, die für Stereobetrieb in Vierergruppen zusammenarbeiten) auch einen leistungsfähigen Signalprozessor, der als Digitalfilter dient und nebenbei jeglichen Jitter aus dem Bitstrom entfernt. Für die letztere Aufgabe bedient sich der ESS unter anderem einer asymmetrischen Abtastratenwandlung – ein wirksamer Trick, den aber nicht jeder Entwickler mag.

Im Klirrspektrum bei 192kHz Samplingrate sieht man schön, wie der Rauschgrund fast unter die Messgrenze rutscht. Vorbildlich niedrig ist der Ausgangswiderstand mit 11Ω. Der Jitter liegt via USB bei 482 ps, und ist per Koax etwas niedriger (227 ps).

Der Wandler erlaubt eine subtile Anpassung des Klangs an das abzuspielende Material und den Hörgeschmack des Besitzers, und zwar jeweils durch Umschaltung des Digitalfilters. Beim Peachtree hat man auf der Rückseite die Wahl zwischen „NOS“, das für non-oversampling steht, und „NAL“ oder non-aliasing, sprich: aktivem Digitalfilter.

Warum nur diese beiden Extreme zur Wahl stehen, und ob in der NOS-Stellung auch das Upsampling des ESS-Chips deaktiviert ist, geht aus der Beschreibung nicht hervor. Der zweite Umschalter betrifft nicht den Digitalfilter selbst, sondern die Arbeitsweise der eigentlichen Wandler, die einen Hochbit- und einen Niedrigbit-Modus kennen, wobei „Hi-bit“ nicht automatisch besser ist und das Handbuch den Besitzer ­ermuntert, nach Gehör zu entscheiden.

Mit anderen Worten: Es war für den Ausgang des Tests völlig irrelevant, in welcher Einstellung die DACs liefen. Falls es Sie dennoch interessiert: „NAL“ und Hi-Bit lassen den Peachtree konturierter und klarer klingen, während besonders die NOS-Option eine distanziertere, weiche, häufig auch „musikalischer“ empfundene Note erzeugt.

Alle Daten und Testergebnisse zum Peachtree iDAC

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