Der M2Tech Young kostet zwar 1100 Euro, zieht aber mühelos mit noch teureren Wandlern gleich und spielt auch (und gerade) über USB perfekt.
Bild vergrößern
937
656
http://img2.magnus.de/M2Tech-Young-r937x656-C-9e24de90-46125893.jpg
Nobel-DAC: Oben auf der M2Tech-Platine der asynchrone USB-Eingang mit Controller und iCouplern, in der Mitte der Digitalfilter-DSP, unten Wandler- (BB PCM1795) und Ausgangsstufe.
© MPS
© MPS
Nobel-DAC: Oben auf der M2Tech-Platine der asynchrone USB-Eingang mit Controller und iCouplern, in der Mitte der Digitalfilter-DSP, unten Wandler- (BB PCM1795) und Ausgangsstufe.
Mit HD kommt der M2Tech Young erst richtig in sein Element: Während andere auf 192kHz via Koax stolz sind, akzeptiert er per USB 384kHz Samplingrate mit 32 Bit Wortbreite.
Derart abstrus hochauflösende Musikfiles muss man erstmal besorgen, sprich herunterladen, was bei rund 400MB für ein Dreiminutenstück nicht ganz ohne ist. Nach Installation der passenden Treibersoftware (für OSX10.6 und diverse Windows-Varianten erhältlich) flutschen dann tatsächlich auch Samplingraten im Langwellenbereich wie selbstverständlich durch das mitgelieferte 3-Meter-USB-Kabel.
Bild vergrößern
937
589
http://img4.magnus.de/M2Tech-Young-r937x588-C-713de1a2-46125892.jpg
Bis zu 384kHz Samplingrate keinerlei Probleme.
© MPS
© MPS
Bis zu 384kHz Samplingrate keinerlei Probleme.
Aus HiFi-Sicht entscheidender ist, dass der USB-Transfer asynchron verläuft und damit den beiden Präzisions-Clocks (je eine für die 44.1er- und die 48er-Vielfachen) die alleinige Takthoheit gewährt. Und dass iCoupler (in Chips gegossene Übertrager) von Analog Devices den USB-Input galvanisch von der restlichen Schaltung isolieren.
Neben USB hat der M2Tech Young Koax-, Toslink-, BNC- und AES/EBU-Eingänge, die sich mit zwei Drückern an der Front auswählen lassen. Dazwischen verrät ein schönes Matrix-Display Eingangsnamen und Samplingraten. Nur „352“ bekamen die Tester nicht zu sehen – 352.8kHz, die Samplingrate der ultra-hochauflösenden Testfiles aus dem Fundus des norwegischen 2L-Labels, schien das Testgerät (noch) nicht zu verstehen, während es mit 384kHz keinerlei Probleme hatte.
Angesichts des Young-Klangs war das obige , ohnehin eher hypothetische Problem schnell vergessen: Der Italiener baute gigantische Bühnen, ohne die Intensität, Konturenschärfe und Greifbarkeit der darauf befindlichen Instrumente im Geringsten zu verdünnen.
Bild vergrößern
937
527
http://img2.magnus.de/M2Tech-Young-r937x527-C-e6564a74-46125894.jpg
Frequenzgang: M2Tech Young
© AUDIO
© AUDIO
Frequenzgang: M2Tech Young
Auch schien er Tonhöhen und Rhythmen genauer zu folgen als andere DACs seiner Preisklasse – mit diesem Klang, der den Hörer förmlich am Kragen packt und mit in die Musik zieht, steht der M2Tech momentan ziemlich allein.
Bild vergrößern
937
525
http://img2.magnus.de/M2Tech-Young-r937x524-C-5b1bdda2-46125899.jpg
Klirr: M2Tech Young
© AUDIO
© AUDIO
Klirr: M2Tech Young
Messlabor
Mit einem Ausgangswiderstand unter 1 Ohm und relativ hoher Ausgangsspannung (2,4V) lässt sich der M2Tech Young auch gut an passiven Lautstärkereglern betreiben. Extrem hoch ist mit 122dB der Störabstand, auch der Klirr ist ultra-niedrig – und dort, wo man ihn in den Spektren noch erkennen kann, auch harmonisch gestuft.
Die leichte Welligkeit bei 44.1kHz soll eine geänderte Digitalfilter-Software beheben, die erst nach der Messung (aber vor dem Hörtest) geliefert wurde. Die USB-Jittermessung musste warten, da der Labor-PC nicht mit den M2Tech-Treibern zurecht kam.