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Player-Verstärker-Kombi Gold Note AP-7 & CD-7 im Test

CD-Player und Verstärker aus der Einstiegsserie von Gold Note kommen schon edel daher. Passen auch die Komponenten und der Klang?

Gold Note AP-7 & CD-7
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© Hersteller/Archiv

Gold Note CD-7
Klangurteil: 95 Punkte
Preis/Leistung: sehr gut

  • +gute Fehlerkorrektur
  • +runder, „analog“ abgestimmter Klang

Fast könnte man meinen, die Italiener von Gold Note hätten Spaß an häufigen Namenswechseln: Der Highend-Ableger des Elektronikkonzerns Akamai hieß zunächst Blue Note und wurde dann (vermutlich nach Intervention des gleichnamigen Plattenlabels) in Goldenote umgetauft – wieder eine etwas ungeschickte Wahl, weil anglophone Kunden nun wahlweise ein „n“ vermissten oder als zuviel empfanden.

Gold Note AP-7
Klangurteil: 85 Punkte
Preis/Leistung: sehr gut

  • +agiler, lebendig und dennoch rund spielender Verstärker
  • -etwas boxenkritisch

Der Wechsel zum logischeren „Gold Note“ brachte zugleich auch ein Design-Update: Mit den neuen Fronten und dem links oben eingelassenen, an eine Goldmünze erinnernden neuen Emblem sehen schon die erschwinglichen Geräte der Einstiegsserie MicroLine unheimlich vornehm und dabei zugleich sehr italienisch aus. Da stört es gar nicht, wenn aus dem Gold-Note-Pärchen bald eine kleine oder auch größere Familie wird. Der Zuwachs könnte sich in Form von Extranetzteilen einstellen, für deren Einsatz Verstärker wie Player vorbereitet sind, oder als D/A-Wandler daherkommen: Der DAC7 lockt mit asynchronem USB und vornehmster Wandlertechnik als weiteres Upgrade, das aus dem CD-7 in letzter Konsequenz einen Drei- oder gar Vierteiler macht – aber das gehört in eine eigene Geschichte.

Gold Note AP-7 / CD-7
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Ausbaufähig

Die „PSU In“-Buchse signalisiert, dass der CD-7 auf ein Tuning-Netzteil wartet. Die symmetrischen Outputs liefern reichlich Spannung auch für passive Vorstufen.

Gold Note CD-7: Aufbau

Zumal der CD-7 auch ganz auf sich allein gestellt eine gute Figur macht. Sein Slot- Laufwerk ist zwar nicht jedermanns Geschmack, aber immerhin verbirgt sich hinter dem Einführschlitz kein schäbiger CD-ROM-Drive, sondern ein Blue Tiger von Stream Unlimited. Dieses Laufwerk gilt als zuverlässig und sehr jitterarm, es lässt sich zudem in seiner Lesestrategie an die Wünsche der Entwickler für den jeweiligen Anwendungszweck anpassen – eine Option, die Gold Note garantiert nicht ungenutzt ließ. 

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Komplettiert wird der Player von einer einfachen, aber hochwertigen DAC-Abteilung, die in einer symmetrischen Ausgangsstufe mündet – viel mehr kann man sich von einem 600-Euro-Player wirklich nicht wünschen.

Gold Note AP-7: Aufbau

Der kleine Verstärker AP-7 hat dann auch die passenden XLR-Eingänge, um den Player in der – hier tatsächlich besser klingenden – symmetrischen Betriebsart ranzunehmen. Die Eingänge wechselt man durch gleichzeitiges Drücken der beiden Lautstärketipper an der Front oder mit der Scheckkarten-Fernbedienung, die zwar auch CD-spezifische Funktionen anbietet, den CD-7 im Test aber nicht steuern wollte.

Für die Verstärkung der Eingangssignale verfolgt Gold Note ein eigenwilliges Konzept, das eine konventionelle Eingangsstufe mit einem Schaltverstärkermodul von Hypex kombiniert. Anders als Hypex-Kunden wie AVM oder Pro-Ject greifen die Florentiner dabei nicht zu möglichst kräftigen, sondern zu einem kleinen Kraft-Platinchen, das zusammen mit dem ebenfalls zart dimensionierten Netzteil gerade mal 17 Watt pro Kanal mobilisiert.

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Wir haben es also mit einem Schaltverstärker im Leistungsbereich einer kleinen Röhre zu tun – klanglich erinnerte der AP-7 dann auch an beide Vorbilder: Geschmeidig-sanft im Timbre, sehr ausgewogen und mit üppig-warmem Grund- und Mittelton, spielte er so, wie es sich viele von Röhrenamps erwarten, wie es Röhren aber tatsächlich nur selten tun. Im Tiefbass war nicht viel los – ein Manko, das an kompakten Lautsprechern kaum stört, das man aber wie die knappe Leistung bei der Boxenwahl bedenken sollte. Die Tannoy Precision 6.1 passte bei sorgfältiger Platzierung in Wandnähe hervorragend und brachte ganz viel von den Stärken des AP-7 zu Gehör: vor allem seinen fein bewegten, elegant swingenden Grund- und Mittelton suchte man bei anderen Ams dieser Klasse vergeblich. Dazu passte die edel-sonore, leicht abgedunkelte Klangpatina des CD-7 wie maßgeschneidert.

 
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