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Testbericht

Gamut Dana 1650

Testergebnis
74.0 Punkte
990 EUR
Testverfahren: 1.0

AUDIO


Stefan Schickedanz

27. Januar 2010

Die dänischen Highender von Gamut wagen sich erstmals in die bezahlbare Klasse vor: Kann ihre neue Serie Dana es mit der dort angestammten Konkurrenz aufnehmen?

 Der dritte Kandidat kommt diesmal nicht aus Deutschland, sondern wie Dali aus Dänemark: Gamut stellt sich mit der nagelneuen Dana 1650 nicht nur zwischen die Fronten, sondern wagt sich damit auch gleichzeitig in verhältnismäßig günstige Gefilde vor. Bisher bewegte sich der nur Insidern bekannte Hersteller aus Ikast mit seinen Lautsprechern nur in der Upper Class. Dort vertrauten die Dänen auf leicht extravagantes Gehäuse-Design und exotische Furniere.

Die Dana wirkt grundsolide, erinnert aber mit ihrem klassischen, völlig schnörkellosen Kasten-Look ein wenig an frühere Dynaudio-Boxen. Die Dana-Serie startet gleich als heimkinotaugliche Universallösung: Neben der Dana 1650 gibt es noch die größere 2650 mit Doppel-Bass, zwei Regalboxen, einen Wandlautsprecher plus Center und Subwoofer.


Bild vergrößern 937 713 http://img1.magnus.de/image-r937x712-C-830210a9-12843639.jpg Mit der neuen Dana-Serie wagt sich die dänische Edelmarke in den Massenmarkt vor. © Herbert Härle, Stefan Schickedanz, Malte Ruhnke
© Herbert Härle, Stefan Schickedanz, Malte Ruhnke

Mit der neuen Dana-Serie wagt sich die dänische Edelmarke in den Massenmarkt vor.

Die Dana 1650 verkörpert eine 2-Wege-Bassreflex-Standbox ohne jegliche Sperenzchen. Die Arbeit teilen sich eine 19-mm-Stoffkalotte und ein 17er-Tiefmitteltöner mit lackbeschichteter Pappmembran, die so unspektakulär aussieht, dass man im Gegensatz zur Mordaunt-Short mit ihren glänzenden Alu-Chassis kaum in Versuchung kommen dürfte, die brave Stoffbespannung dauerhaft abzunehmen. Auf der Rückseite fährt die Gamut immerhin sehr solide Vollmetall-Lautsprecherklemmen auf.

Die Gamut ging etwas natürlicher mit S-Lauten um und ihre Wiedergabe wirkte noch mehr wie aus einem Guss als jene der Dali. Letztlich trafen hier zwei unterschiedliche Abstimmungen in den Mitten aufeinander. Die wie ein Monitor abgestimmte Gamut ging mit ihrem kraftvollen mittleren Tonbereich in die entgegen gesetzte Richtung. Mit ihr machte die quirlige rothaarige Sängerin stets einen Schritt nach vorne in Richtung Zuhörer. Das verlieh der Wiedergabe zwar mehr physisch greifbare Präsenz, doch leider stand die Stimme mit etwas artifiziellem Timbre leicht isoliert im AUDIO-Hörraum. Die musikalische Wahrheit lag also irgendwo in der Mitte.

In den unteren Oktaven hingegen besaß die farbenfrohe Gamut im Bezug auf die knackig schnelle Dali nicht ganz die Präzision, was zum Beispiel mit dem live eingespielten Pop-Klassiker „Budapest by Blimp" von Thomas Dolby („The Sole Inhabitant“, Lost Toy People) und dessen knochentrocken angerissenem E-Bass hervortrat. Und ganz oben gab sie sich eine Spur zurückhaltender als die besonders luftige und offene Lektor 6. Doch reichten der Dana 1650 die ehrlicheren Mitten, das Herzstück der Musik, zu einem Patt.




Technische Daten und Testergebnisse

Allgemeine Daten  
Abmessung (B x H x T)
Gewicht
Oberflächen
Farbe
Technische Merkmale  
Bassprinzip
Anzahl der Wege
Arbeitsprinzip Vollaktiv
Ausstattung  
Anschluesse
Anschlüsse XLR
Raumanpassung
Surround-Ergänz.
Cinch
Labor-Merkmale  
Maximale Lautstärke oberer Wert
untere Grenzfrequenz (-3dB)
Untere Grenzfrequenz (-6 dB)
Nennimpedanz (Audio)
Bewertung  
ja Sehr stimmig, farbenfroh und direkt, sehr gutes Timing
nein BeiStimmen nicht ganz neutral
Bassqualität 65
Basstiefe (Bassfundament) 70
Detailtreue (Präzision) 85
Feindynamik 80
Maximalpegel (Lebendigkeit) 65
Neutralität 70
Ortbarkeit 80
Räumlichkeit (Luftigkeit) 70
Verarbeitung sehr gut
Klangurteil gut 74
getestet in Ausgabe: 10/09


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