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Testbericht

Focal Dome 5.1

AUDIO


Stefan Schickedanz

26. Januar 2009

Focal vertraut wie die Mitbewerber auf fünf identische Satelliten für Front, Center  und Surround. Unsere französischen Nachbarn beweisen vor allem bei den Satelliten Mut, die extrem kompakt und kugelrund ausfallen – eine Bauweise, die hohe Steifigkeit mit optimalem Abstrahlverhalten und ansprechender Optik verbindet.

 Focal verwendet neben einem Mitteltonkonus die typische Inverskalotte aus einer steifen Leichtmetall-Legierung. Sie entspricht dem Hochtöner der  Elektra-S-Serie. Das Dome ist äußerst flexibel in der Aufstellung, die Übergangsfrequenz des Woofers liegt tief genug, um eine freie Anordnung im Raum zu ermöglichen. Detaillösungen der Franzosen-Teams wie die in den Focal-Füßen verstauten Imbusschlüssel wissen zu überzeugen, ausgenommen die knauserigen Anschlussklemmen. Hier lag der Entwicklungsschwerpunkt auf wohnraumfreundlicher Integration mit versteckten Kabeln.Als das Focal-Set die ersten Laute von sich gab, bestand kein Zweifel an der Ernsthaftigkeit des musikalischen Anspruchs. Costellos Live-Auftritt klang so gut, wie man es von audiophilen Stereo-Anlagen gewohnt ist. Die Augen wollten gar nicht glauben, was die Ohren aus den winzigen Satelliten mit ihrem anfangs eher belächelten kuppelförmigen Subwoofer vernahmen – eine Harmonie und Klarheit, die an Standboxen heranreichte. Allerdings lösten sich Sänger und Instrumente besser von den Boxen und schienen frei im Raum zu stehen. Dabei konnte man ein herrliches Klangpanorama genießen; besonders, wenn Stücke wie Strauss’ „Rosenkavalier" (Luisi, Medici Arts, Blu-ray) auf dem Programm standen. Die Musik aus dem Nichts zu kommen; allerdings mit authentischeren Klangfarben und weniger Aggressivität als beim Cabasse-System. Dank der Verbindung aus hoher Chassis-Qualität und gelungener Abstimmung blieb die Musik frei von jeglichem künstlichen Beigeschmack. Einzig der Subwoofer konnte nicht ganz den Tiefgang der beiden anderen Testkontrahenten erreichen. Das Timing stimmte aber, und die unteren Oktaven fügten sich nahtlos und eher unauffällig ins Klanggeschehen ein. Die Darbietung ließ nur einen Wunsch offen: Licht aus, Beamer an – und her mit den Mehrkanal-Programmen.Keine Angst vor actionDie sechs Focalisten machten ihre Sache gut. „Das ist High End“, entfuhr es einem Kollegen, der den Auftritt mit Wagner („Die Walküre“, Rattle, Collector‘s Mine) und Strauss auf den Punkt brachte. Die DÔmes demonstrierten ein Niveau an Musikalität, Natürlichkeit und lückenlosem Raumgefühl, das sich in Verbindung mit dem exzellenten Blu-ray-Bild in Full-HD-Auflösung höchstens von einem Konzertbesuch übertreffen lässt. Wenn Film-Action im Stile von Batman („The Dark Knight“, Warner) angesagt war, verlor die zuvor mustergültige Vorstellung aber etwas an Intensität – zumindest im Verhältnis zur extrem explosiven Cabasse-Performance. Der Testsieg ging trotzdem an das Focal-Set – wegen seiner Ausgewogenheit und des im Stereo-Durchgang prall gefüllten Punktekontos. Der Club Of Dôme verkörpert in diesem Testfeld den besten Kompromiss zwischen Konzertsaal und Kino.






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