Testbericht Exposure 2010S2 DAC im Test
Klangurteil: 118 Punkte
Prei/Leistung: sehr gut
- +stimmiger Klang
- -schwacher USB
Da der DAC-Chip, ein hochwertiger Wolfson 8742, einen Onboard-Lautstärkeregler bietet, macht Exposure auch gleich davon Gebrauch und legt den 2010S2 als DAC-Preamp aus, den man auch über längere Leitungen direkt an der Endstufe betreiben kann. Eine kleine Plastik-Fernbedienung steuert den Pegel vom Hörplatz aus und beherrscht praktischerweise auch die Grundfunktionen vieler Player - solange deren Bedien-Codes zur RC5-Familie gehört, was beispielsweise auch auf die Linn-Netzwerkspieler zutrifft.
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Im Hörtest am Linn Sneaky DS, der bekanntlich serienmäßig ohne Fernbedienung kommt, konnten die Tester den Exposure-Drücker folglich als System-Fernbedienung nutzen. Zum Anschluss mussten sie das gewohnte Sunwire-Digitalkabel aber gegen eine andere Strippe tauschen - der Exposure erlaubt Koax-Verbindungen nur über BNC-Kupplungen, die die Briten wegen ihres korrekten Wellenwiderstands von 75Ω völlig zu Recht bevorzugen.
Nörgler könnten anmerken, dass man doch wenigstens einen der drei elektrischen Eingänge in der universelleren Cinch-Variante hätte belassen können, aber Exposure war eben noch nie dafür bekannt, es jedem recht machen zu wollen. Im Zweifelsfall sorgt ein Zwischenstecker (geschätzte zwei Euro günstig) für die gewünschte Kompatibilität.
Computer-Audiophile können den Exposure selbstverständlich auch über USB anschließen, müssen dann aber eine Besonderheit berücksichtigen: Unabhängig von der nativen Abtastrate der spielenden Datei akzeptiert der 2010S2 ausschließlich Signale mit 96kHz Sampling.
Praxis: Raumeinmessung selbst gemacht
In der Praxis fällt das gar nicht weiter auf, weil der angeschlossene Rechner automatisch eine passende Abtastratenwandlung durchführt. Die klanglichen Resultate stehen und fallen dann aber mit dem dabei verwendeten Verfahren: Manche Playerprogramme, etwa das zum Test auf dem Mac verwendete Decibel (http://sbooth.org/Decibel/ ) besitzen eigene, auf Einsatzzweck und Rechenleistung abstimmbare Algorithmen und "klingen" damit am Exposure signifikant besser als Standardsoftware à la iTunes.
© Exposure
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Äußerlich unscheinbare Aufnahmen wie die Sun Kil Moon profitierten vom Exposure am meisten, weil sie vom ersten bis zum letzten Takt keine Sekunde lang unentschlossen oder gar belanglos wirkten. Dass die DACs von Wadia und Arcam mit größerem Raum und reicheren Nuancen aufwarten konnten, nahmen die Hörer wohlwollend zur Kenntnis - nach zwei Minuten Musik dachten sie aber nicht mehr groß darüber nach.