Testbericht Endverstärker Pro-Ject Box SE Mono / Stereo Amp Box SE
- Testbericht
Pro-Ject Amp Box SE Mono
- Hersteller
- Pro-Ject
- UVP
- 730 €
- Wertung
- 85.0 Punkte
Die Monos besaßen gerade im Bass ein so ungestümes Drehmoment, dass selbst die große, anspruchsvolle KEF Reference 207 damit voll und ganz einverstanden schien. Klanglich genau auf der Ideallinie zwischen Komfort und Kontrolle, schienen sich die mächtigen Membranen durch die kompakten Amps wie freiwillig zu bewegen, unter perfekter Verleugnung der fraglos notwendigen elektrischen Schwerstarbeit.
Alle Amp-SE-Boxen lassen sich mit der Pre Box SE per Schaltspannung fernzünden. Es spricht also (außer 3 Watt Standbyverbrauch) nichts dagegen, sie vor, hinter oder gar in den Lautsprechern zu platzieren. Thermische Probleme sind selbst in verdeckter Aufstellung nicht zu befürchten: Die Schaltverstärker-Module des niederländischen Herstellers Hypex geben über 90 Prozent der zugeführten Energie als Nutzleistung wieder ab – viel Wärme bleibt da nicht übrig.
Die Stereo-Amp Box SE besitzt exakt das gleiche 180-Watt-Modul wie ihre Mono-Schwester, nur eben in doppelter Ausführung. Preis-Leistungs-Fans bekommen zum gleichen Preis also mehr Material, nur bringt sie das HiFi-mäßig nicht unbedingt weiter. Denn einerseits verdoppeln sich zwar die Endstufenplatinen, nicht aber das Netzteil.
Andererseits klingt die Stereo-Amp Box weder solo, noch als Quasi-Mono-Tandem (mit jeweils einem ungenutzten Kanal) so gut wie die Monos. Im direkten Vergleich liefert letztere einfach mehr Sauberkeit und Durchzeichnung. Was Besitzer Bi-Amping-fähiger Boxen freilich nicht davon abbringen sollte, es mal mit einem Pärchen Stereos zu probieren. Ob dann die Vorzüge der Monos oder die Zugewinne durch separate Verstärkung für Bass und Höhen mehr Gewicht haben, hängt von den Lasteigenschaften des Lautsprechers ab.
Alle Daten und Testergebnisse zum Pro-Ject Amp Box SE Mono