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Testbericht Endverstärker Pro-Ject Box SE Mono / Stereo Amp Box SE

  • Testbericht
Gute, günstige Endstufen sind rar. Die Pro-Ject Box SE Monos, als Paar für gerade mal 730 Euro, haben somit kaum natürliche Feinde.

Pro-Ject Amp Box SE Mono

Hersteller
Pro-Ject
UVP
730.00 €
Wertung
85.0 Punkte

Die Monos besaßen gerade im Bass ein so ungestümes Drehmoment, dass selbst die große, anspruchsvolle KEF ­Reference 207 damit voll und ganz einverstanden schien. Klanglich genau auf der Ideallinie zwischen Komfort und Kontrolle, schienen sich die mächtigen Membranen durch die kompakten Amps wie freiwillig zu bewegen, unter perfekter Verleugnung der fraglos notwendigen elektrischen Schwerstarbeit.

Verschachtelt: Zwei identische Leistungsmodule von Hypex teilen sich den begrenzten Platz in der Amp Box SE. Die Alubleche dienen der Wärmeabfuhr, viel zu tun haben sie nicht.

­Eine Creek Classic A53 (12/06) fanden die Tester im Geräte-Regal; die Britin klang im Mittelhochton kultivierter und weicher, ließ aber die Spielfreude und Dynamik der Pro-Jects missen. Stehen letztere Eigenschaften weit oben auf der Wunschliste, kann man die hervor­ragenden 85 Punkte für die Monos auch eigenmächtig um fünf erhöhen.

Alle Amp-SE-Boxen lassen sich mit der Pre Box SE per Schaltspannung fernzünden. Es spricht also (außer 3 Watt Standbyverbrauch) nichts dagegen, sie vor, hinter oder gar in den Lautsprechern zu platzieren. Ther­mische Probleme sind selbst in verdeckter Aufstellung nicht zu befürchten: Die Schaltverstärker-Module des niederländischen ­Herstellers Hypex geben über 90 Prozent der zugeführten Energie als Nutzleistung wieder ab – viel Wärme bleibt da nicht übrig.

Die Stereo-Amp Box SE besitzt exakt das gleiche 180-Watt-Modul wie ihre Mono-Schwester, nur eben in doppelter Ausführung. Preis-Leistungs-Fans bekommen zum gleichen Preis also mehr Material, nur bringt sie das HiFi-mäßig nicht unbedingt weiter. Denn einerseits verdoppeln sich zwar die Endstufen­platinen, nicht aber das Netzteil.

Anderer­seits klingt die Stereo-Amp Box weder solo, noch als Quasi-Mono-Tandem (mit jeweils einem ungenutzten Kanal) so gut wie die Monos. Im direkten Vergleich ­liefert letztere einfach mehr Sauberkeit und Durchzeichnung. Was Besitzer ­Bi-Amping-fähiger Boxen freilich nicht davon abbringen sollte, es mal mit einem Pärchen Stereos zu probieren. Ob dann die Vorzüge der Monos oder die Zu­gewinne durch separate Verstärkung für Bass und Höhen mehr Gewicht haben, hängt von den Lasteigenschaften des Lautsprechers ab.

Alle Daten und Testergebnisse zum Pro-Ject Amp Box SE Mono

 
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