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Testbericht Endverstärker Accuphase P 4100

Der Endverstärker P 4100 (6000 Euro) ließ nie einen Zweifel daran aufkommen, dass in seinem Netzteil gewaltige Leistungsreserven schlummern.

Accuphase P 4100

Hersteller
Accuphase
UVP
6000.00 €
Wertung
56.0 Punkte
Testverfahren
1.0
Bewertung
Endverstärker Accuphase P 4100
Tester
stereoplay

Auf der Eingangsplatine arbeiten Kreise, die symmetrischen  Ankömmlingen perfekt ausbalancierten Empfang gewähren oder ein- auf zweipolige umspannen. Per Relais lassen sich die Ausgänge  A oder B oder  beide aktivieren.  © Julian Bauer
Auf der Eingangsplatine arbeiten Kreise, die symmetrischen Ankömmlingen perfekt ausbalancierten Empfang gewähren oder ein- auf zweipolige umspannen. Per Relais lassen sich die Ausgänge A oder B oder beide aktivieren.

Selbst ­verrückteste HiFi-Dynamik dürfte den P 4100, den zwei große, die Ausgangsspannung anzeigende  Drehspulinstrumente zieren, nicht so schnell in Verlegenheit bringen. Für die leise Seite gibt es den störarmen Aufbau mit dem doppelten Spannungsverstärker. Für die laute einen Netztrafo, der rund 1 Kilowatt dauerhaft umspannen, ein Haupt-Elko-Paar (mit 2 x 47 000 Mikrofarad Kapa­zität), das massenhaft Energie speichern, und zwei Endtrans­istor-Sextette, die entsprechend zuschlagen können.

Und die P 4100 ließ nie einen Zweifel daran aufkommen, dass in diesem Netzteil gewaltige Leistungsreserven schlummern. An allen drei Testlautsprechern (dem neuen Redaktions-Liebling Isophon Vescova, der überragenden Referenz ­Magico V 3 und der in Heft 09/08 getesteten bezaubernden Sonus Faber Minima Anniversary) baute sie eine gro­ße Klangbühne mit viel Raumtiefe auf.

Die zum Vergleich herangezogenen Monoblöcke Densen B 350 fokussierten das Klangbild zwar stärker, doch das Accuphase-Kraftwerk beeindruckte mit noch mehr ­Größe und Opulenz.

Accuphase P 4100 mit „Reichen“-Schalter:  Er funktioniert die Stereo-Endstufe  zu einem Gigant-Monoblock oder für Bi-Amping zu einem Doppel-Mono-Verstärker um.  © Julian Bauer
Accuphase P 4100 mit „Reichen“-Schalter: Er funktioniert die Stereo-Endstufe zu einem Gigant-Monoblock oder für Bi-Amping zu einem Doppel-Mono-Verstärker um.

Wo das Densen-Duo die Felle des eigenwilligen Paukeninstruments zu Beginn von „Barrio" (stereoplay-SACD „Ultimate ­Tunes“) behende und präzise ausschwingen ließ, agierte der Accuphase in den oberen Basslagen ähnlich trocken, legte aber ganz unten eine Extra-Portion Bass drauf – was ihn um einiges souveräner tönen ließ und zugleich den Raum nach hinten weiter aufzog. Diese zusätzliche Wärme von tief unten machte sich auch bei Stimmen höchst angenehm bemerkbar. Die knochige Stimme von „Barrio“-Sänger Juan Carlos Cáceres kam über den Accuphase noch kehliger, wohliger und ausdrucksstärker als über die Denson-Blöcke.

So überzeugend geriet der Auftritt, dass die Tester ­einen weiteren Vergleichmaßstab heranzogen: Würde der neue ­Accuphase sogar den gro­ßen Bruder A 45 übertrumpfen?

Ja und nein. Ja, weil er mit seiner großen Kraft Paukenschläge und Orgelwerke erheblich besser meisterte. Nein, weil der A 45 in Sachen Feinseidigkeit und Natürlichkeit doch in einer anderen Liga spielt...

Alle Daten und Testergebnisse zum Accuphase P 4100

 
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