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Testbericht Endstufe Ayre MX-R

Die Endverstärker Ayre MX-R (19800 Euro) gingen statt mit der Schwester lieber mit der deutschen Vorstufe Thorens TEP 3200 ein Verhältnis ein. Und zwar ein unfassbar prickelndes.

Ayre MX-R

Hersteller
Ayre
UVP
19800.00 €
Wertung
63.0 Punkte
Testverfahren
1.0
Tester
stereoplay

Die Umrisse der Ayre-Monoblöcke und der Vorstufe entstehen durch fleißiges Fräsen.

Einpolige Cinch-Ankömmlinge kann der Eingangs-Differenz-Amp relativ perfekt symmetrieren, ernsthafte Highender spannen die KX-R trotzdem nur symmetrisch ein.Im Falle der Monoblöcke MX-R mit ebenfalls aus dem Vollen gefräster Heimstatt geht es gar nicht anders, weil sie sinnvoller Weise nur XLR-Eingänge besitzen. Die führen zu einer Schaltung, die der in der Vorstufe gleicht. Also zunächst zu einem symmetrisch und im Gegentakt aufgestellten Feldeffektler-Quartett, das mit sehr hohen Eingangswiderständen (um 1 Megaohm) den Sig­nallieferanten nicht im mindes­ten belastet.

Anstelle Ferrit-Drosseln setzt Ayre zur Netzsäuberung belastbarere Luftspulen-Trafos ein, die Störungen an Masse umlenken.

Der Ayre-Set bildet eine voll symmetrische Kette

Bei den MX-R kommen nun hüben und drüben auf einem pingelig symmetrischen, magnetische Ein- und Ausstrahlung verhindernden Leiterbahn-Layout, das auch einem UKW-Verstärker gut zu Gesicht stünde, noch Treiber dazu. Und acht Leistungstransistoren auf jeder Seite, womit eine potente Brückenendstufe mit zwei heißen Ausgängen entsteht.  Die Versorgung eines Monoblocks läuft über zwei je 1000 Watt starke und in eigenen Alu-Slots steckende Mercury-Trafos. Nach schaltspitzenarmer Gleichrichtung mit Soft-Recovery-Dioden übernehmen acht 10 000-Mikrofarad-Elkos die Energiespeicherung – schön verteilt über die ganze Aramidplatine und begleitet von Heerscharen von Folien-Abblock-kondensatoren. Mit diesem rabiaten, vielfachen Hochfrequenz-Kurzschluss nach Masse schließt Ayre aus, dass ein etwaiger Störimpuls irgendwo ein Sprungbrettchen zum Musik-Signalfluss finden kann.

Die grünen Elkos dienen den Eingangsstufen, die blauen speisen den Brücken-Ausgangsverstärker. Folien-C‘s schließen Hochfrequenz kurz.

Die Ayre-Endverstärker gingen statt mit der Schwester lieber mit der deutschen Vorstufe Thorens TEP 3200 (stereoplay 5/08) ein Verhältnis ein. Und zwar ein unfassbar prickelndes. An den Magico V 2 spielte diese Kette geradezu fantastisch. An den Grenzen zum überhaupt Machbaren bot sie eine bis dato noch nicht vernommene, noch schwerere, bereits wiegbare Basssubstanz. Am anderen Ende des Spektrums schuf sie dagegen eine galaktische Offenheit und Schwerelosigkeit, die Percussionsinstrumente völlig uneingeschränkt und in einmaliger Reinheit strahlen ließ.

An den im Vergleich zu den Magico impedanzkritischeren Sonics Allegra drängten die Ayre-Forces noch weiter nach oben. Nun fiel es ihnen im Vergleich zu den Thorens-Blöcken nicht nur etwas, sondern um ein ganzes Stück leichter, Orchester durch und durch transparent vorzustellen. Von der einzelnen Geige bis zur Atmosphäre, hier stimmte alles: Wer klanglich Referenzhöhe erreichen will, vertraue sich der neuen Ayre-Kraft an.

Alle Daten und Testergebnisse zum Ayre MX-R

 
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