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Elac BS 63
Die Detaillreiche: Elac BS 63
Eine komplette Neuentwicklung stellt die BS 63 von Elac dar. Trotz der optischen Ähnlichkeit mit dem Canton-Bass ist ihr 17er komplett anders aufgebaut: Nicht aus einer gezogenen Lage Aluminium, sondern aus einem verklebten Sandwich – Papier-Trichter, Aluminium-Schüssel und Kapton-Schwingspulenträger – besteht der bewegliche Teil des Chassis. Dieses Konstrukt wird von einem Plastikkorb in Form gehalten, der zur Vermeidung von Kompressionen schlank und rank gebaut ist, dafür umso tiefer ins Volumen der kompakten Box reicht.
Die Kalotte sitzt hinter Gittern, ein Kühlkörper schützt sie. Der Plastikkorb des Basses ist strömungsoptimiert.
Wie Canton setzt auch Elac auf einen Hochtöner mit leichter Schallführung, die das Abstrahlverhalten der Gewebekalotte im empfindlichen Bereich von 2,3 bis 6 Kilohertz sanft an das des Konus anpassen soll. Der Abstimmung der Box liegt das Prinzip der optimierten Schallleistung zugrunde – was im Endeffekt nichts anderes bedeutet, als dass der Lautsprecher mit steigender Frequenz möglichst keine Unstetigkeiten zwischen der auf Achse und der in den Vollraum abgegebenen Leistung aufweisen soll. In diese Berechnung geht auch die Gehäuseform mit ein: Die deutlich angeschrägten Kanten vor allem in der Nähe des Hochtöners sollen eine reflexionsärmere Beugung ermöglichen und den Höhen den Weg in den Raum ebnen.
Hörtest
Das Maß der Dinge für 400 Euro – bisher war es die KEF iQ 3 (AUDIO 4/06). Sie wusste sich auch in der ersten Hörtestrunde zu behaupten: bei Haydns Kaiser-Quartett (Alban Berg Quartett, Teldec) mit ihrer intimen Staffelung ebenso wie bei der Schluss-Szene zu Wagners „Meistersingern von Nürnberg" (Sawallisch, EMI) mit ihrem sonoren Chorklang und dem weiten Raum.
Einen geradezu unglaublichen Strauß an Zwischentönen, Klangmischungen und sauber durchhörbaren Details offenbarte die Elac, die sich allerdings auch mit übertriebener Disziplin und einem Hang zur Schlankheit dem durchaus pathetisch gemeinten Werk näherte.
Pop & Rock
Mit dem Wechsel der Musikrichtung änderte sich die Hierarchie: Die BS 63 erreichte zwar nicht ganz die Autorität und Bassfülle der Nubert, dafür zog sie dynamisch gleich und überflügelte mit einer blitzblanken Klangpracht die zuweilen etwas energische Nubert. Dies gelang erst recht, wenn die Rückwand oder ein zusätzlicher, sehr tief getrennter Subwoofer wie der Velodyne SPL 1200 R (AUDIO 4/07) im untersten Bereich mithelfen durften.
Technische Daten und Testergebnisse
| Allgemeine Daten | |
|---|---|
| Abmessung (B x H x T) | 20,5 x 33,0 x 26,5 cm |
| Gewicht | 7,0 |
| Oberflächen | |
| Farbe | |
| Technische Merkmale | |
| Bassprinzip | Wege Bassreflex |
| Anzahl der Wege | 2 |
| Arbeitsprinzip Vollaktiv | |
| Ausstattung | |
| Anschluesse | Bi-Wiring |
| Anschlüsse XLR | |
| Raumanpassung | |
| Surround-Ergänz. | |
| Cinch | |
| Labor-Merkmale | |
| Maximale Lautstärke oberer Wert | 106 dB |
| untere Grenzfrequenz (-3dB) | 69 Hz |
| Untere Grenzfrequenz (-6 dB) | 52 Hz |
| Nennimpedanz (Audio) | 6 Ohm |
| Bewertung | |
| Sehr sauber und detailliert, dabei unglaublich dynamisch | |
| Frei stehend etwas zu dünner Grundton | |
| Bassqualität | 60 |
| Basstiefe (Bassfundament) | 55 |
| Detailtreue (Präzision) | 80 |
| Feindynamik | 65 |
| Maximalpegel (Lebendigkeit) | 60 |
| Neutralität | 75 |
| Ortbarkeit | 65 |
| Räumlichkeit (Luftigkeit) | 65 |
| Verarbeitung | gut |
| Klangurteil | gut 68 |
| getestet in Ausgabe: | 10/08 |
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