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Testbericht

Elac BS 204.2

Testergebnis
80.0 Punkte
1040 EUR
Testverfahren: 1.0

AUDIO


Malte Ruhnke

19. Februar 2008

Die Elac löst das Versprechen „großer Bass aus kleinem Gehäuse" wirklich ein.

Der Hochtöner der Elac BS 204.2 hört auf den Namen „Jet" und besitzt eine mehrfach gefaltete Membran. Das Wirkprinzip entspricht dem Air-Motion-Transformer von Oskar Heil: Leiterbahnen auf der Folie sorgen dafür, dass sich die Lamellen ähnlich wie eine Ziehharmonika im Magnetfeld hin und her bewegen.

Tiefton-Manager

Ein 18 Zentimeter großer Tiefmitteltöner übernimmt in der BS 204.2 alle Frequenzen unterhalb von drei Kilohertz. Die Elac-Membran ist ein Sandwich; unter der hauchdünnen Aluminium-Front arbeitet ein Chassis aus besonders hartem Zellstoff. Die Frequenzweiche ist aufwändig bestückt und ermöglicht durch steile Abtrennung des JET geringe Klirrwerte – wie auch die Messungen der AUDIO TESTfactory belegen.


Bild vergrößern 924 1000 http://img3.magnus.de/image-r924x1000-C-bc92900b-12561585.jpg Die aufwändige Frequenzweiche linearisiert den Frequenzgang, das gerundete Rohr ist erstaunlich tief abgestimmt. © H.Härle
© H.Härle

Die aufwändige Frequenzweiche linearisiert den Frequenzgang, das gerundete Rohr ist erstaunlich tief abgestimmt.

Penibles Check-Up

Jedes Exemplar verlässt erst nach einer Messung das Werk. Eventuelle Abweichungen können so per Steckbrücke auf der Weiche korrigiert werden, was eine bessere Paargleichheit und Stereoabbildung ermöglicht. Elac-Entwickler Rolf Janke hatte bei der tonalen Abstimmung auch die Schallleistung im Blick: Im Präsenzbereich, wo die Box schon bündelt, gab er ihr ein wenig mehr Pegel mit, was den Schall im Raum insgesamt ausgewogener machen soll.

Im Hörtest

Die Elac löst das Versprechen „großer Bass aus kleinem Gehäuse" wirklich ein: Tief, sauber und vom Pegel her locker auf dem Niveau schmaler Standboxen hämmerte das Schlagzeug auf Alannis Morisettes „Unplugged" (Warner).

Das verleitet schnell zu unvernünftig hohen Lautstärken, unter der die makellose Sauberkeit der Höhenwiedergabe leidet.

Mit sanfteren Aufnahmen, etwa David Roth von der AUDIO Super Hörkurs CD 2 (Bose), ließ sich die Kleine dagegen voll ausreizen. Orchester wie die Staatskapelle Dresden auf ebenjener CD verwöhnten mit sauber aufgelöstem Streicherklang, nur bei Gesang wünschte man sich etwas mehr Ortungsschärfe und Einbindung in den dargestellten Raum.

Die Elac besitzt somit echte Allround-Qualitäten. Ihr Bass ist sauber und tief, sie mag fast jede Musikrichtung – und das bei minimalen Abmessungen.

Fazit

Wer nicht gleich die unterste Oktave oder konzerttaugliche Lautstärken erwartet, darf sich von der Elac BS 204.2 verblüffen lassen. Dem Leserforum gefiel die Elac am besten; wer sie gehört hat, kann das verstehen.




Technische Daten und Testergebnisse

Allgemeine Daten  
Abmessung (B x H x T)
Gewicht
Oberflächen
Farbe
Technische Merkmale  
Bassprinzip
Anzahl der Wege
Arbeitsprinzip Vollaktiv
Ausstattung  
Anschluesse
Anschlüsse XLR
Raumanpassung
Surround-Ergänz.
Cinch
Labor-Merkmale  
Maximale Lautstärke oberer Wert
untere Grenzfrequenz (-3dB)
Untere Grenzfrequenz (-6 dB)
Nennimpedanz (Audio)
Bewertung  
ja Detailreich und ausgewogen, erstaunlich tiefer Bass
nein Bühne nicht so realistisch
Bassqualität 60
Basstiefe (Bassfundament) 55
Detailtreue (Präzision) 95
Feindynamik 85
Maximalpegel (Lebendigkeit) 60
Neutralität 95
Ortbarkeit 75
Räumlichkeit (Luftigkeit) 85
Verarbeitung sehr gut
Klangurteil sehr gut 80
getestet in Ausgabe: 11/06


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