Testbericht Elac AM 180 im Test
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Wir stereoplay-Tester waren tatsächlich hellauf begeistert. Auch die Reaktionen der Netzgemeinde fielen sehr positiv, teilweise gar euphorisch aus. Zumal sich inzwischen herumgesprochen hat, dass Boxen dieser Art bei kurzen Hörentfernungen eine HiFi-Anlage preiswert ersetzen können.
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Elac AM 180 vs. AM 150: Optik
Audiophile wissen allerdings auch, dass sich mit einem gesteigerten Herstellungsaufwand praktisch jedes Klangergebnis verfeinern lässt. Genau diesen Schritt unternimmt Elac und stellt seinem Stückzahlrenner ein höherwertiges Schwestermodell vom Typ AM 180 an die Seite, allerdings zum doppelten Preis. Die Abmessungen der Geschwister sind identisch, was einen Vergleich geradezu herausfordert.
Die Differenzierung beginnt bei Optik und Oberflächen. Während sich das Einsteigermodell mit Mattlack begnügen muss, erstrahlt die Edelversion in noblem Hochglanzlack, der wahlweise schwarz oder weiß ausgeführt wird. Die Blende, die die beiden Chassis umgibt und für eine glattflächige Schallwand sorgt, ist bei der AM 180 dunkler gehalten und wirkt so eindeutig schicker.
Elac AM 180 vs. AM 150: Aufbau
Die Nobelversion bietet die gleichen äußerst sinnvollen Ortsfilter zur Anpassung des Klangcharakters an die räumliche Umgebung wie die AM 150. Beide Modelle sind im Tiefbass elektronisch entzerrt und gegen eine Überlastung durch klangschonend arbeitende Limiter geschützt.
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Diese Features markieren einen deutlichen Vorzug gegenüber Passivboxen, die bei ähnlichem Gehäusevolumen längst keinen so tiefen Bass erreichen und kaum Schutz gegen Übersteuerung bieten.
Die an der Rückseite montierten Elektronik-Abteile sind äußerlich nahezu gleich. Doch die AM 180 verfügt über ein stärkeres Netzteil, etwas mehr Verstärkerleistung und einen zusätzlichen Digital-Eingang im TOS-Link-Format.
Die wichtigsten Änderungen betreffen die Chassis. Der vergleichsweise schlichte Kevlar-Membrankonus der AM 150 wich einer Sandwich-Ausführung, die hochstabiles Aluminium und dämpfenden Zellstoff kombiniert.
Hochtonseitig setzt die AM 180 auf den für die höherwertigen Elac-Boxen typischen JET-Strahler, der in Fachkreisen einen hervorragenden Ruf genießt. Er nutzt eine gefaltete Folienmembran in einer kompakten Kammer und gilt als besonders hochauflösend und dynamikstark. Die AM 150 trägt einen deutlich kostengünstigeren Kalottenhochtöner.
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Elac AM 180 vs. AM 150: Klang
Bei den Standardmessungen nehmen sich die Geschwister nicht viel. Beide liefern vorbildlich lineare Schalldruckkurven, wobei jene der AM 180 zu den Höhen hin etwas ansteigt. Beide sind im Tiefbass bis nahe 50 Hertz "voll da" und stemmen ohne übermäßige Verzerrungen Pegel bis zu 97 Dezibel.
Subjektiv sind die Schalldruckreserven beider Boxen riesig, mit leichten Vorteilen für die AM 180, die bei energischem Einsatz länger die Übersicht wahrt und lustvoller klingt als die dann etwas zur Enge tendierende Schwester. Beide gewinnen noch mal an Dynamik, wenn mit wandnaher Aufstellung das zugehörige Filter der Bassanhebung entgegenwirkt.
Ansonsten ist die AM 180 bei aller Ähnlichkeit klar die bessere Box. Sie löst noch feiner auf, lingt strukturierter und bringt die Hörer dichter ans Geschehen. So zeigt die AM 180, was bei kleinen Boxen machbar ist, wenn das liebe Geld nicht die erste Geige spielt.