Testbericht Dynaudio ExCite X16 im Test
Klangurteil: 82 Punkte
Preis/Leistung: Sehr gut
- +Präzise, feinzeichnende und räumlich korrekt abbildende Box mit natürlicher Abstimmung
- -Könnte bei hohen Pegeln etwas sanfter und offener agieren
Die Dänen sollen auch mit einfachen Verstärkern zur Höchstform auflaufen. Das ist gerade im Bereich der kompakten Excite X16 eine äußerst sinnvolle Eigenschaft, die Upgrades durch bessere Boxen erleichtert. Um die Anforderungen an den angeschlossenen Verstärker zu senken, stiegen die Anforderungen an die Qualität der Chassis.
Dynaudio ExCite X16: Aufbau
Deshalb spendierten die Entwickler dem mit 18 Zentimetern Durchmesser für eine Zweiwege-Kompaktbox reichlich üppigen Tief-Mitteltöner einen besonders großen Antriebsmagneten aus hochverdichtetem Ferrit. Dazu kommt eine besonders lange Schwingspule für großen linearen Hub der für Dynaudio typischen Membran aus Magnesium-Silikat. Weil die Schwingspule für hohe Belastbarkeit und breitflächige Kraftübertragung auf den Konus auch den für den Hersteller aus Skanderborg üblichen großen Durchmesser aufweist, verbot sich der Einsatz von Kupferdraht.
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Dessen Gewicht wäre bei diesen Gardemaßen für den Einsatz im Mitteltonbereich viel zu hoch gewesen. So griffen die Dänen zu leichtem Aluminium.Weiteres Augenmerk legten sie auf die Belüftung der Antriebsspule, was durch eine hinterlüftete Zentrierspinne erreicht wird. Um die langen Stege schmal, steif und aerodynamisch günstig zu halten, bestehen sie aus Aluminiumdruckguss. Der untere Treiber des 2-Wege-Bassreflex-Systems gibt bereits bei 1800 Hertz an den Hochtöner ab, um Bündelungen zu vermeiden, die auf Grund seines großen Durchmessers im Mitteltonbereich entstehen könnten.
© Hersteller/Archiv
Praxis: Lautsprecher richtig aufstellen
Ein übriges zur klanglichen Sauberkeit der aus der Oberklasse stammenden Dänin und deren hoher Sozial-Verträglichkeit in Bezug auf Amps aus der Arbeiter-Klasse steuert die phasenkorrigierte Frequenzweiche bei. Diese bewährte Schlichtungsmaßnahme soll Impedanzwogen im gesamten Übertragungsbereich glätten und damit weniger laststabilen Verstärkern das Leben erleichtern.
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Dennoch meisterte die kleine Dynaudio auch die in den untersten Oktaven sehr fordernden ersten Minuten von "Hotel California" von den Eagles in der Live-Version des viel beanspruchten Konzertmitschnitts "Hell Freezes Over". Als die Stimme von Don Henley dazu kam, hätte allerdings ein wenig mehr Wärme und Relaxtheit nicht unbedingt geschadet. Es schien, als sei die Excite in letzter Konsequenz mehr auf Durchhörbarkeit, Abbildungspräzision und Detailauflösung getrimmt als darauf, die letzten feinsten Nuancen und Schattierungen aus der Klangfarbenpalette herauszuschälen. Kurzum: ein Lautsprecher für Kopf-Hörer.