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Testbericht DVD-Player Marantz DV 4001

  • stereoplay
Der Marantz DV 4001 (250 Euro) bietet unter anderem eine wählbare Mehrfachabtastung für CD-Daten.

Marantz DV 4001

Hersteller
Marantz
UVP
250.00 €
Testverfahren
1.0
Bewertung
Marantz DV 4001
Tester
stereoplay

Schaltzentrale im Marantz DV 4001 (250 Euro) ist der DVD-Prozessor MT 1389 von Mediatek aus Taiwan. Der DV 4001 nutzt dessen Vollbild-Wiedergabe (Progressive Scan), die integrierten Video-D/A-Wandler und das Hochrechnen auf bis zu 1080i-Zeilen, um über HDMI auch Fotos in High Definition anzuzeigen.

Beinhaltet die Video-D/A-Wandler, steuert das Laufwerk, kümmert sich um die komplette Signalverarbeitung: DVD-Prozessor im Marantz. © Julian Bauer
Beinhaltet die Video-D/A-Wandler, steuert das Laufwerk, kümmert sich um die komplette Signalverarbeitung: DVD-Prozessor im Marantz.

Der Videast freut sich über einen Equalizer mit zahlreichen Reglern im Player-Setup zur Bildkorrektur, die Möglichkeit, eine optional erhältliche Funk-Fernbedienung anzuschließen, oder über das RS-232-Terminal, das den DV 4001 in eine Heimkino-Installation integriert.

Der HiFi-Anhänger ist begeistert ob der „Upsampling" genannten CD-Fertigkeit des Marantz. Wider Erwarten erhöht er aber nicht die Abtastfrequenz. Weil das Laufwerk von Haus aus mit 4-fachem Speed dreht, liest er die Daten einfach zwei oder vier Mal (wählbar), um die Abtastsicherheit zu erhöhen.

Zustimmung findet auch der „Audio-EX“-Knopf auf der Fernbedienung. Er knipst die Videosektion (und das Display) aus, damit der Marantz ohne überzählige Strahlenquellen als reiner CD-Spieler agieren kann.Hat der Besitzer einen markengleichen Verstärker, greift die Fernbedienung auch auf die Quellwahl und die Lautstärkeregelung zu.

In der Praxis hinterließ der Marantz einen zwiespältigen Eindruck. Etwas zögerlich folgt er den Befehlen des Handsenders. Zum Einlesen der Inhaltsverzeichnisse von CDs/DVDs brauchte er etwa 20 Sekunden. Der vielversprechende Foto-Viewer war mit Digitalbildern von 4 Megabyte Größe überfordert und öffnete sie nicht.

Die Fernbedienung zum Marantz greift auf markengleiche Verstärker zu. © Julian Bauer
Die Fernbedienung zum Marantz greift auf markengleiche Verstärker zu.

Kein Beinbruch, denn in erster Linie erwartet der Besitzer exzellentes Bild und lupenreinen Ton. Bei CDs tat sich der Marantz damit über die Analog-Ausgänge etwas schwer – er klang dann etwas bedächtig, es fehlte ihm Biss und Zug. Auch „Upsampling" behob dieses Manko nicht, dazu waren die Unterschiede zwischen einfacher, doppelter und vierfacher Datenauslese zu gering.

Übernahmen die Konverter im AV-Receiver die Wandlung, war der Klang wie ausgewechselt. Jetzt spielte der DV 4001 deutlich straffer. DVD-Ton via HDMI brachte der Marantz lebendig und transparent.

Die zahlreichen Videokorrekturmöglichkeiten sorgten zwar für natürliche Farben und stimmigen Kontrast, in der Bewegungswiedergabe mit Progressive Scan schwächelte er jedoch und produzierte Treppenstufen und Ruckler.

Alle Daten und Testergebnisse zum Marantz DV 4001

 
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