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Testbericht Denon AVR-2808

Exzellent ausgestatteter AV-Receiver mit warmer Abstimmung und HDMI 1.3 um 1200 Euro

Denon AVR-2808

Hersteller
Denon
UVP
1200.00 €
Wertung
88.0 Punkte
Testverfahren
1.0

Die Austtatungs-Liste des Denon liest sich wie der Weihnachts-Wunschzettel ehrgeiziger Ingenieure, die unbedingt jedes erdenkliche Feature verarbeiten wollten. Er bietet sieben Endstufen und kann noch bis zu zwei Extra-Zonen wahlweise mit Musik oder gar Videobild versorgen. Wer dies und die hinteren Surround-Back-Kanäle nicht benötigt, kann die Front-Boxen auch gerne mit je zwei Endstufen versorgen: Eine kümmert sich dann um den Mittel-Hochton, die andere steht dem Bass zur Verfügung. Der AVR-2808 serviert dazu ein komplettes Einstell-Menü für die vielfältigen Betriebsarten seiner Endstufen. 

Der Denon bietet mit seinen neun Lautsprecher-Klemmen allerei Varianten für die sieben Endstufen
Der Denon bietet mit seinen neun Lautsprecher-Klemmen allerei Varianten für die sieben Endstufen

Automatisches Einmess-System

Das Einmess-System Audyssey übernimmt das Laustprecher-Setup und gleicht auf Wunsch per Equalizer den Klang den Raumgegebenheiten an. Ist das Videobild mal ein paar Millisekunden langsamer als der Ton, lässt sich dieses Manko dank Lip-Sync-Funktion beheben, indem der Ton einfach entsprechend verzögert wird. Und die einstellbare Cross-Over-Frequenz regelt genau, ab wie viel Hertz der Subwoofer die Bassarbeit übernehmen soll – für Sub-Sat-Systeme überlebenswichtig. Sehr leistungsfähig ist auch die Videosektion. Um den nicht gerade geringen Anforderungen der HDMI-Schnittstelle gerecht zu werden, verfügt der Denon über entsprechende Prozessoren, damit die immensen Datenmengen auch korrekt verarbeitet werden. Dabei geizt er allerdings bei der Anzahl der HDMI-Eingänge und bietet nur zwei High-Definition-Anschlüsse. HD-Video aber schleust er ohne zu Murren weiter und bereitet auch analoges Video gerne für die Ausgabe an einen 1080p-fähigen Bildschirm auf, samt einwandfreier Skalierung und sehr gutem De-Interlacing.

Ein Faroudj DCDi-Chip kümmert sich um das De-Interlacing auf dem Video-Board. Zwei SHARC-DSPs sorgen für den Digital-Ton.
Ein Faroudj DCDi-Chip kümmert sich um das De-Interlacing auf dem Video-Board. Zwei SHARC-DSPs sorgen für den Digital-Ton.

Hörtest

Der Denon hat einen "Pure-Direct"-Knopf, der für eine möglichst ungestörte Zweikanal-Wiedergabe alle nicht benötigten Schaltzkreise auf Eis legt. Dennoch zeigte er sich leicht verhaltener als beispielsweise der Pioneer VSX-LX 50 und legte nicht ganz die Detailtreue an den Tag, mit der sein großer Bruder, der AVR-3808, beeindruckte.

Für den Mehrkanal-Durchgang heuerten die Tester den Denon AVR-2807 an, direkter Vorgänger des 2808 und mit 90 Surround-Punkten eine wahre Heimkino-Koryphäe. Der Vergleich mit dem Nachfolger machte stutzig: Der neue Denon hatte nicht mehr ganz das druckvolle Auftreten des alten 2807, der Bass grollte nicht mehr so wuchtig, Effekte kamen etwas weniger punktgenau und eindrucksvoll. Die Abstimmung geriet weicher, die Pegelfestigkeit des Receivers aber war gewohnt stark. Neben dem herkömmlichen Durchgang in Dolby Digital gönnten sich die Tester auch das legendäre Re-Union-Konzert der Gruppe Cream auf HD-DVD mit DTS HD-Master Tonspur. Plötzlich löste sich der Receiver von den bekannten Maßstäben der datenkomprimierten Surround-Codecs und zeigte, was möglich ist.

Alle Daten und Testergebnisse zum Denon AVR-2808

 
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