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Testbericht D/A-Wandler Resolution Audio Cantata Music Center

Ein Sahnehäubchen ist beim Resolution Audio Cantata Music Center (5900 Euro) die gute analoge Lautstärkeregelung per IC; mit ihr kann der Wandler auch direkt Endstufen ansteuern.

Resolution Audio Cantata Music Center

Hersteller
Resolution Audio
UVP
5900.00 €
Wertung
68.0 Punkte
Testverfahren
1.0
Tester
stereoplay

Resolution Audio Cantata MC
  • +vielseitig als Zuspieler, Empfänger und Wandler
  • +sehr gute Wandlung von USB-Signalen

Dass Jeff Kalt, Jeff Kalt, Chef und Entwickler von Resolution Audio, auf dem Wandler- Gebiet viel Erfahrung hat, zeigt schon der erste Blick in den Cantata Music Center. Als erstes fallen die vier Ringkerntrafos ins Auge, welche die verschiedenen Spannungs­regelungen der Funktionsgruppen jeweils getrennt versorgen.

Aufbau

Das Vermeiden potenzieller Störungen durch konsequente Massetrennung ist Jeff Kalt generell wichtig. So separieren kleine Übertrager in ICs (ADuM 1401) die digitale Ebene von den D/A-Wandler-Bausteinen (PCM 1704). Damit die Kanaltrennung maximal ist und die Wandler mit symmetrischen digitalen Signalen gespeist werden können, setzt Kalt gleich zwei Stück pro Kanal ein. Dabei nutzt er einen selbst programmierten Prozessor, der sie mit 24 Bit / 192 kHz füttert. Erstaunlich, dass nach den Wandlern aus den symmetrischen Analogsignalen mittels eines Instrumenten-ICs (INA 103) gleich ein assymet­risches erzeugt wird. Aber das ist laut Kalt sinnvoll, da er in dieser Stufe auch die analogen Filter und eine Gleichspannungsunterdrückung realisiert. Für Freunde von XLR-Buchsen und der symmetrischen Verbindung gibt es nochmals eine ­Stufe, die diese Betriebsart ­ermöglicht. Resolution Audio empfiehlt sie aber nur bei ­besonders langen Kabeln.

3) Beim Cantata Music Center gibt es für jede Funktionsgruppe eigene Netzteile nebst Transformatoren. 4) Die Nachtaktung der Daten steht für USB und das Laufwerk zur Verfügung, nicht für S/P-DIF-Eingänge. 5) Gleich vier hochwertige D/A- Wandler (PCM 1704) sind verbaut. Nach den Wandlern geht es asymmetrisch weiter.
3) Beim Cantata Music Center gibt es für jede Funktionsgruppe eigene Netzteile nebst Transformatoren. 4) Die Nachtaktung der Daten steht für USB und das Laufwerk zur Verfügung, nicht für S/P-DIF-Eingänge. 5) Gleich vier hochwertige D/A- Wandler (PCM 1704) sind verbaut. Nach den Wandlern geht es asymmetrisch weiter.

Ein Sahnehäubchen ist beim Music Center die gute analoge Lautstärkeregelung per IC (PGA 2310); mit ihr kann der Wandler auch direkt Endstufen ansteuern. Wer diese Pegelsteuerung nicht benötigt, muss das zusätzliche Bauteil im Signalweg nicht fürchten, da das IC bei der maximalen Lautstärke von 100 per Relais überbrückt wird.

Ist schon die analoge Seite trickreich, zeigt Kalt sein ganzes Können auf der digitalen Ebene. So arbeiten USB-Eingang wie auch CD-Laufwerk asynchron. Dies bedeutet, dass die Daten in einen großen Zwischenspeicher fließen, um dann mit einem extrem genauen Taktgeber ausgelesen zu werden. So entsteht ein sehr exakter Datenstrom – was sich auch in exzellenten Jitter-Werten zeigt.

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Die asynchrone Arbeitsweise lässt sich aber bei den anderen Digital-Eingängen nicht nutzen. Grund ist die S/P-DIF-Norm, die es nicht gestattet, die zu übertragende Datenmenge zu steuern. Dadurch lässt sich die Füllmenge des Speichers nicht regeln, und der asynchrone Betrieb wird unmöglich.

Doch Entwickler Jeff Kalt hat auch hier seine Hausauf­gaben vorbildlich gemacht. Denn der optische TOSLINK, der elektrische Cinch-Eingang sowie der symmetrische AES/EBU-Anschluss warten in der stereoplay-TESTfactory mit exemplarisch guten Jitter-­Messwerten auf und verarbeiten auch hochauflösendes 24/192.

Brückenbau: USB-Verbindungen sind auf 5 Meter beschränkt? Der USB-Adapter Pont Neuf weiß Abhilfe. Mit dem schmucken Metallkästchen und üblichem Ethernet Kabel sind Verbindungslängen zum Music Center bis zu 100 Meter möglich.

Hörtest

Der Cantata Music Center forderte schon als reiner CD-Player den Ayre CX 7e MP heraus. Der konnte aber mit ­minimal feineren Höhen und etwas mehr Raum knapp ein Patt erreichen gegen den rhythmischer und zwingender aufspielenden Cantata.

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Noch besser stellte sich der Music Center über seine Digitaleingänge dar. Dass er dabei über TOSLINK minimal lauer klang als über den Cinch-Input, nahmen ihm die Tester nicht übel, denn dies war auch bei den stereoplay Referenzen EmmLabs DAC 2 und Naim Audio DAC + XPS so. Über den Cinch-Eingang bewegte sich der Music Center ebenfalls auf Augenhöhe mit den beiden anderen Wandlern. Warf der Naim üppige Klangfarben und einen satten Bass in die Waagschale, suchte der EmmLabs gewohnt akribisch nach Hochton-Details. Der ­Cantata konterte aber mit ­ausgeprägterer Spielfreude und natürlicheren Mitten.

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Und er hatte mit seinem USB-Anschluss noch ein Ass im Ärmel. Der DAC 2 hielt bei CD-Kost noch knapp mit, muss­te aber passen, als der Resolution Audio sein Können mit hochauflösenden 24/96-Daten zeigte, die der DAC 2 nicht ­abspielen kann. Hier war der Unterschied zu üblichem 16/44 so groß wie nie. Da selbst 24/192-Daten über den Cinch-Eingang des DAC 2 nicht besser klangen als die 24/96-USB-Variante des Cantata Music Center, ist dieses Gerät die neue stereoplay Referenz.

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