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Testbericht CD-Player NAD C 565 BEE

CD-Spieler haben bei NAD eine lange Tradition. Der C 565 BEE (900 Euro) nun bietet viele nützliche Features, die in eine digitale Zukunft weisen.

NAD C 565 BEE

Hersteller
NAD
UVP
900.00 €
Wertung
57.0 Punkte
Testverfahren
1.0
Tester
stereoplay

NAD C 565 BEE
Wertung 57.0 Punkte
Testverfahren 1.0
  • +elegantes Design
  • +guter Sound

Fast scheint es, als weiche der Top-Spieler aus der Classic-Serie von der NAD-Firmenphilosophie ab. „Performance, Simplicity, Value“ heißt es dort. Performance? Nun, die wird der Hörtest belegen.

Value, also Preis/Leistung, dürfte die Ausstattung locker rechtfertigen, auch wenn sich die Verarbeitung mechanisch nicht so ganz auf dem Niveau manch anderer 900-Euro-Player befindet. Und Simplicity, also Einfachheit? Das muss ebenfalls die Praxis zeigen, denn der Scheibendreher kann auch ­komprimierte Musik via USB wiedergeben, als D/A-Wandler dienen, und er bietet zum ­Aufpeppeln aller Signale einen zweistufigen Upsampler plus immerhin fünf verschiedene Digitalfilter.

Mit dem Sample Rate Converter (SRC) lassen sich etwa CDs auf eine höhere Auflösung interpolieren. © Julian Bauer
Mit dem Sample Rate Converter (SRC) lassen sich etwa CDs auf eine höhere Auflösung interpolieren.

Björn Erik Edvardsen, dessen Initialen der Player im Namen trägt, versucht die Tradi­tion eines 3020 und des Firmenmottos zu wahren. Wer das etwas schlichte Gehäuse öffnet, erblickt quasi auf voller Fläche ein Meer blauer Platinen, prall bestückt mit diskreten und ­integrierten SMD-Bauteilen. In der hinteren linken Ecke thront ein mehr als solides Netzteil mit großem Ringkerntrafo, durch eine verchromte Kappe elektromagnetisch geschirmt und mechanisch beruhigt. Hier also hat Herr Edvardsen sein Budget verbraucht.

Praxis: Bi- und Tri-Amping

Auch die Front schlägt aus der Reihe. Statt Wiedergabe, Pause und Vor-/Rücksprung­tasten gibt es einen an edle ­Autoradios erinnernden Drück/Drehregler. Drücken startet und pausiert die Wiedergabe, drehen wählt die Titel aus. Das geht angenehm intuitiv.

Die drei Quellen CD, TOSlink und USB lassen sich direkt anwählen. Der Cursor-Ring navigiert in USB-Speichermedien. SRC und Filter kontrollieren die Klangaufbereitung. © Archiv
Die drei Quellen CD, TOSlink und USB lassen sich direkt anwählen. Der Cursor-Ring navigiert in USB-Speichermedien. SRC und Filter kontrollieren die Klangaufbereitung.

Außerdem machte Edvardsen Platz für zwei Tasten, die sich den Zusatzfunktionen widmen. Source wählt zwischen Laufwerk, USB und dem opti­schen Digitaleingang, SRC steht für den Sample Rate Converter. Der Upsampler inter­poliert wahlweise gar nicht oder auf 96 oder 192 Kilohertz. Auf der Fernbedienung findet sich zusätzlich eine Taste zum Umschalten der fünf zur Verfügung stehenden Digitalfilter.

Der optische Digitaleingang verdaut PCM-Signale bis 192 kHz und 24 Bit. Am USB-Eingang ­anliegende Daten lassen sich verblüffend leicht mit den ­Tasten für Datei (File) und ­Verzeichnis (Folder) navigieren und dürfen aus MP3- oder WMA-Formaten bestehen.

Kaufberatung: Top-Speaker um 2.000 Euro

Frequenzgänge: Via Digitaleingang sehr breitbandig mit umschaltbaren Filtertypen © stereoplay
Frequenzgänge: Via Digitaleingang sehr breitbandig mit umschaltbaren Filtertypen

Im Hörraum fand sich nach einigen ersten Vergleichen mit dem Marantz SA 7001 (stereoplay 6/06) ein fairer Gegner im Referenz-Regal. Erstaunlicherweise ähnelten sich die Klangcharaktere sehr. Erst nach einer Reihe von Hördurchgängen schälte sich heraus, dass der einen Hauch nüchternere Japaner die Musik etwas fließender ­offerierte, während der NAD gefälliger aufspielte und noch mehr Feinzeichnung bot. Geschmackssache.

Der optische Digitaleingang zeigte die gleiche feine, dabei angenehme, aber nicht schönfärberische Charakteristik. Ganz hervor­ragend tönte MP3- und WMA-Material vom Speicherriegel via USB. Selten klang komprimierte Musik so authentisch.

Der Upscaler wirkte spätes­tens bei 192 kHz mit MP3 recht artifiziell; Komprimiertes eignet sich eben wenig für die Nachbehandlung. Ganz im Gegensatz zu CDs, die nochmals an ­Details, Konturenschärfe, Glanz ganz ohne Schärfe sowie Raumausleuchtung zulegten. Wer nun noch Lust zu einem Feintuning hat, der probiert die Digitalfilter durch.

Alle Daten und Testergebnisse zum NAD C 565 BEE

 
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