Röhrenverstärker Cayin MA 80 Selection im Test
Cayin MA 80 Selection
Klangurteil: 98 Punkte
Preis/Leistung: überragend
- +für die Preisklasse geradezu hervorragende Feinauflösung, es fehlt im Vergleich zu teureren Amps nur an Bumms
Ergo präsentiert Cayin jetzt mit dem MA 80 schon für 1000 Euro einen Verstärker mit einem veritablen Drehspulinstrument vornedran. Federdruck-Kippschalter weisen nun in Sekundenschnelle diese oder jene Endröhre zur Überprüfung und gegegenfalls zur Neujustage zu, die über neben den Glaskolben zugängliche Trimmpotis vorgenommen werden kann. Im Prinzip gestattet der MA 80 auch den Austausch der vier EL 34 gegen stärkere KT 88 (oder umgekehrt), wobei der Fachhändler einen kleinen Widerstand auf der Bias-Platine wechseln muss, damit der Instrumentenzeiger beim probaten Strom wieder auf die Mittenmarkierung wandert.
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Cayin MA 80 Selection: Hörtest
Offensichtlich mit klanglichem Vorteil: Der MA 80 bot für seine Preisklasse phantastisch viel Luft. Und zwar eine, in der ein Schlagzeugbecken nicht nur schaukelt, feuert und blitzt, sondern sich jeder Funke in aller Seelenruhe in die Ewigkeit verabschieden kann.
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Wer da? Wenn Dominic Miller zu Beginn der CD „Tutu Revisited“ in die Saiten griff, erschien es zum Zusammenzucken echt. Die völlig freie Sicht auf die Gitarren-Verästelungen lösten anschließend Rückenschauer aus. Klangen Frauenstimmen via MA 80 selten bunt und anmutig, allenfalls einen Tick hell, blieb – zumindest bei der gehörten EL-34-Version – nur ein einziger Wunsch offen: der nach mehr Fülle im Bass. Wohl nicht umsonst bietet Cayin mit dem A 88 T MK2 Selection ja eine weitere neue Röhre an.