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Testbericht

Cambridge 740 C

Testergebnis
100.0 Punkte
1000 EUR
Testverfahren: 1.0

AUDIO


Bernhard Rietschel

11. Mai 2009

Der Cambridge ist das ultimative digitale Spiel- und Spaßmobil unter den CD-Playern. Zwei koaxiale und zwei optische Eingänge warten auf externe Quellen, in zwei Gruppen schaltbar (bei Doppelbelegung muss die nicht benutzte Quelle ausgeschaltet sein) und umbenennbar.

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Bild vergrößern 937 761 http://img2.magnus.de/image-r937x761-C-5c5ff3c9-25253747.jpg Auf dem rechten Drittel der Audio­platine (hinten quer im Player) steht die opulente Stromaufbereitung, in der Mitte folgt der DSP, ein präziser Takt­oszillator und im linken Drittel schließlich die Wandler- und Ausgangsstufe. © H.Härle. J.Bauer, Hersteller
© H.Härle. J.Bauer, Hersteller

Auf dem rechten Drittel der Audio­platine (hinten quer im Player) steht die opulente Stromaufbereitung, in der Mitte folgt der DSP, ein präziser Takt­oszillator und im linken Drittel schließlich die Wandler- und Ausgangsstufe.

So steht etwa beim Radiohören tatsächlich „DVB-S" im schönen LC-Display, und der Netzwerkplayer darf namentlich als „SQUEEZEBOX" erscheinen. Ähnlich wie Harman verwendet Cambridge einen DSP statt eines Hardwarebasierten Digitalfilters. Dank spezieller, mit dem Schweizer Spezialisten Anagram Technologies entwickelten Algorithmen soll der Cambridge-DSP ein besonders genaues Upsampling und sehr effiziente Jitter-Unterdrückung leisten. Das dergestalt gepflegte und auf 384kHz Sampling­rate aufgeblasene Signal wird von zwei WM 8740 in die analoge Domäne zurückgeholt.

Was gegenüber dem größeren Bruder 840 C und dem eng verwandten D/A-Wandler DACMagic (AUDIO 5/07 und 1/09) fehlt, sind die einstellbaren Digitalfilter-Charakteristika. Experimentierfreudige Digitalos dürfen dafür das upgesampelte Signal mit bis zu 24 Bit und 192 Kilohertz (mehr unterstützt die S/PDIF-Norm nicht) auch am Digitalausgang abzapfen, wahlweise sogar mit zugeschaltetem Dithersignal zur Lineari­sierung des angeschlossenen Wandlers bei niedrigen Pegeln.


Bild vergrößern 937 269 http://img3.magnus.de/image-r937x269-C-6d2f82fa-25253750.jpg An Digitaleingängen herrscht kein Mangel. © H.Härle, J.Bauer, Hersteller
© H.Härle, J.Bauer, Hersteller

An Digitaleingängen herrscht kein Mangel.

Während letzteres Feature in der Praxis ehrlich gesagt ziemlich sinnlos ist, freut sich der Besitzer garantiert jeden Tag über die schöne, satt in der Hand liegende Fernbedienung und den insgesamt wirklich prachtvollen Aufbau des 740C. Egal, ob es um die Abschirmung des potenziell störaktiven Servoboards geht, um die Versorgung der Audioplatine mit sauber gesiebtem, üppig gepuffertem Strom, oder um die Konstruktion der klangentscheidenden analogen Ausgangsfilter-Stufen – die englischen Entwickler haben jede Aufgabe auf vergleichsweise luxuriöse Weise gelöst. Der resultierende Player wird somit zwar teuer, aber man versteht wenigstens auf Anhieb, wofür man zahlt.

Nicht der geringste Zweifel an der Preiswürdigkeit des Cambridge kommt auf, wenn man den Spieler an einer guten, hoch auflösenden Anlage mit anderen vergleicht. AUDIO hatte zu diesem Zweck die KEF Reference 207/2 in Stellung gebracht und als Verstärker den bewährten Accuphase E-450. Unterschiede, die man an dieser Kombi nicht hört, sind entweder nicht vorhanden, oder für die Preisklasse nicht relevant.

Der Cambridge stellte seine außergewöhnliche Qualität mit „Acadie" von Daniel Lanois unter Beweis, die mit erschwinglichen Playern meist rauh und heiser klingt, und die nach dem Test der high-endigen Digitalmaschinen (Seite 118) im Hörraum liegengeblieben war. Kein Problem: Der Cambridge trieb dem Autor bei „The Maker" mühelos Tränen in die Augen. Wenn ein Player so direkt auf die Seele wirkt, ist er sehr gut, sprich: verzerrungsarm, eindeutig in Phrasierung und Rhythmus, breitbandig und unaufdringlich detailreich. Der 740 C war auf diesem erhabenen Qualitätsniveau aber nicht allein. Mit etwas anderen Schwerpunkten konnte der NAD unterm Strich gleichziehen.




Technische Daten und Testergebnisse

Allgemein  
Abmessung (B x H x T)HöheTiefe 43,0 x 11,5 x 31,5 cm
Gewicht 6,4 kg
Formate  
Wiedergabe MP3 nein
HDCD-Wiedergabe nein
Features
Fernbedienung/lernfähigmit Display ja/nein/FB ohne Display
Lautstärkeregelung nein
CD-Text-Anzeige nein
Röhrenausgangsstufen nein
Titelübersicht nein
ID3-Tag-Anzeige nein
Wiederholung Titel, CD, A-B
Auto-Space ja
Lautsprechergröße einstellbar SACD
Pegelsetup SACD
Laufzeitkorrektur SACD
Einbau-Mehrkanal-Decoder SACD
Anschlüsse
Digital-Ausgänge i-Link
Cinch-Audio (Stereo) 1
5.1-Ausgang (Cinch)
5.1-Ausgang (XLR) vorhanden
Digitalausgang ST
Digitaleingänge ja
Kopfhörer-Ausgang/regelbar nein/nein
Messwerte  
Ausgangsspannung CD (0 dB FS)
Ausgangswiderstand
Störabstand (A-bewertet) CD
Störabstand (A-bewertet) SACD
Fehlerkorrektur Infoschicht CD
Fehlerkorrektur Oberfläche CD
Jitter CD
Leistungsaufnahme Standby/Betrieb
Bewertung  
ja Ausgewogen, breitbandig, detailreich – klanglich ein Riesenplayer, Top-Ausstattung
nein -
Klang CD 100
Klang SACD ungenügend
Ausstattung überragend
Bedienung sehr gut
Verarbeitung sehr gut
Klangurteil überragend 100
getestet in 5/09


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