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Testbericht

Burmester 061

Testergebnis
120.0 Punkte
7700 EUR
Testverfahren: 1.0

AUDIO


Bernhard Rietschel

Das aus gewalzten Alu-Planken zusammengefügte Gehäuse, die massive, in Teflonschienen gleitende Ladeluke und die gravierte, perfekt verchromte Frontplatte – das ist der unverkennbare Stil der Manufaktur, die im Juli ihr 30-jähriges Jubiläum feiert.

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Den Mechanik-Aufwand haben die Berliner im 061 nicht ganz so auf die Spitze getrieben wie im teureren 001: Dessen riemengetriebenes CD-Laufwerk – eines jener klassischen HiFi-Mysterien, die theoretisch gar nicht, praktisch aber umso besser funktionieren – muss im 061 einem Druckguss-Direktantrieb weichen, der freilich auch nicht von schlechten Eltern ist: Es handelt sich um das Philips Pro 2M, das auch dem Riementriebler als Basis dient.


Bild vergrößern 937 624 http://img3.magnus.de/image-r937x623-C-b55391e6-25105514.jpg Das Modulkonzept mit austauschbarer Wandlerplatine (links) macht den 061 zukunftssicher.

Das Modulkonzept mit austauschbarer Wandlerplatine (links) macht den 061 zukunftssicher.

Digitales Dampfrad

Dem ohnehin schon Jitter-armen Daten-Output des Laufwerks rückt Burmester anschließend mit einem Abtastratenwandler zu Leibe. Dieser Kniff, der Laufwerks- und Wandlertakt voneinander entkoppeln soll, findet sich in den meisten Spielern des Tests. Anders als seine Kollegen fährt der Burmester die theoretischen Möglichkeiten des Upsamplers aber nicht immer voll aus: Die eingesetzten D/A-Wandler von Burr-Brown sollen besser klingen, wenn der Takt-Turbo nur mit halbem Ladedruck läuft: sprich von 44.1 nur auf 96 statt auf 192 Kilohertz hochrechnet.

Wer’s nicht glaubt, kann’s ausprobieren: Die Taktrate lässt sich umschalten. Außer zu Demonstrations-Zwecken ist das möglicherweise auch mit externen Digitalquellen sinnvoll, die sich in dieser Hinsicht durchaus anders verhalten können als das integrierte Edel-Laufwerk. Anschluss finden die Fremdgeräte über einen optischen sowie zwei Koax-Digitaleingänge. Die am Testgerät installierte USB-Buchse wartet hingegen nicht auf Audio-, sondern auf Steuersignale – sie gehört zu dem optionalen „Burlink“-Modul, das den 061 mit AMX- und Crestron-Multiroom-Controllern kompatibel macht.


Bild vergrößern 528 1000 http://img2.magnus.de/image-r528x1000-C-a1d61413-25105517.jpg Die Fernbedienung

Die Fernbedienung

Neben den Burlink-Schnittstellen ist aber noch Platz für mehr: Der MMI-Slot am Heck soll sicherstellen, dass es dem 061 auch in Zukunft nicht langweilig wird. Was im Handbuch vorsichtig als „zukünftige Erweiterungen" angedeutet ist, beflügelt die Fantasie: ein superedles iPod-Dock vielleicht? Am Ende gar eine Festplatte? Jetzt schon versprochen sind digitale Ein- und Ausgänge nach der symmetrischen AES-EBU-Studionorm.

XXL-Dynamik über XLR

Auch in der analogen Domäne favorisiert Burmester seit jeher den symmetrischen Signaltransport. Die Berliner Chrom-Klassiker hatten einst entscheidend mitgeholfen, diesen störimmunen Übertragungsweg in heimischen High-End-Gefilden überhaupt salonfähig zu machen. Daher ist es auch nicht überraschend, dass der 061 als einziger Testkandidat über seine XLR-Ausgänge besser klang als über die Cinch-Buchsen.„Noch besser" müsste man sagen, denn schon via unsymmetrischer Verkabelung spielte der Burmester mit einer erhabenen Dynamik, von der einfachere Spieler nur träumen können.

Symmetrisch kam noch etwas mehr Bass-Schub hinzu – was aber nichts daran änderte, dass der 061 innerhalb der Topklasse eher zu den tonal schlanken, straffen Playern gehört. In High-End-Ketten, die diesen Charakterzug tolerieren – oder sogar benötigen –, fügt sich der Burmester als ausgesprochen kerniger Energiebolzen hervorragend ein. Wer maximale Natürlichkeit sucht, kommt mit dem unaufdringlicheren, plastischer und farbenreicher zeichnenden Accuphase zwar noch weiter – die kompromisslose Direktheit des Burmester ist dennoch aufregend.


Technische Daten und Testergebnisse

Allgemein  
Abmessung (B x H x T)HöheTiefe 48,0 x 12,0 x 34,0 cm
Gewicht 11,0 kg
Formate  
Wiedergabe MP3 nein
HDCD-Wiedergabe nein
Features
Fernbedienung/lernfähigmit Display ja/nein/FB ohne Display
Lautstärkeregelung nein
CD-Text-Anzeige nein
Röhrenausgangsstufen nein
Titelübersicht nein
ID3-Tag-Anzeige nein
Wiederholung Titel, CD
Auto-Space nein
Lautsprechergröße einstellbar SACD
Pegelsetup SACD
Laufzeitkorrektur SACD
Einbau-Mehrkanal-Decoder SACD
Anschlüsse
Digital-Ausgänge i-Link 0
Cinch-Audio (Stereo) 2
5.1-Ausgang (Cinch)
5.1-Ausgang (XLR) vorhanden
Digitalausgang ST
Digitaleingänge ja
Kopfhörer-Ausgang/regelbar nein/nein
Messwerte  
Ausgangsspannung CD (0 dB FS) 4,0 V
Ausgangswiderstand 67 Ohm
Störabstand (A-bewertet) CD 120 dB
Störabstand (A-bewertet) SACD
Fehlerkorrektur Infoschicht CD 1,10 mm
Fehlerkorrektur Oberfläche CD 3,00 mm
Jitter CD 189 Picosekunden
Leistungsaufnahme Standby/Betrieb 2,5/26,9 W
Bewertung  
ja Superknackig und direkt spielender Edelplayer, reichlich Digitaleingänge und Aufrüstoptionen
nein Manchmal fast zu direkt, dann können Farben und Feindynamik leiden
Klang CD 120
Klang SACD
Ausstattung sehr gut
Bedienung gut
Verarbeitung überragend
Klangurteil überragend 120
getestet in

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