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Testbericht Bose OE2i im Test

Mit dem mobilen Kopfhörer Bose OE2i lässt sich nicht nur unterwegs fantastisch Musik hören. Wer viel telefoniert, wird zudem seinen Bedienungskomfort sehr zu schätzen wissen.
Bose OE2i
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© Hersteller / Archiv

Bose OE2i
Gesamtwertung: gut, 67 Punkte
Preis/Leistung: sehr gut
  • +robuster, hochwertiger On-Ear-Hörer
  • +guter Wirkungsgrad
  • +angenehmes, aber dennoch direktes Klangbild
  • +präziser, voller Bass
  • +Kabelfernbedienung fürs iPhone mit integriertem Mikrofon

Eine Gretchenfrage beim Kopfhörer-Kauf lautet: Soll er um die Ohrmuschel herum (Around Ear) oder auf der Ohrmuschel (On Ear) aufliegen? Naturgemäß fallen Letztere etwas kompakter aus, weshalb sie sich fürs Musikhören unterwegs besonders anbieten. Allerdings spielt auch der persönlich empfundene Tragekomfort eine entscheidende Rolle, weshalb Bose dem Kunden die Wahl lässt und Kopfhörer beider Bauformen zum gleichen Preis anbietet.

Dank seines trickreich zusammenklappbaren Kopfbügels fällt der ohraufliegende OE2i besonders kompakt aus. In Hellgrau oder Schwarz erhältlich, macht der schicke Bose zu iPhone und Co. nicht nur optisch eine gute Figur: Robust konstruiert und hochwertig verarbeitet, spürt man sofort, dass 180 Euro für ihn auch langfristig gut angelegt sind. Details wie das einfach austauschbare Anschlusskabel oder die mitgelieferte Transportbox unterstreichen das positive Bild.

Bose OE2i: Technik

Die Herausforderung bei einem geschlossenen, ohraufliegenden Hörer wie dem OE2i besteht darin, einen optimalen Kompromiss zwischen Tragekomfort und guter Basswiedergabe zu finden. Einerseits muss der Anpressdruck der Wandlersysteme ausreichend groß sein, um dichten Abschluss der Ohrpolster und damit gute Basswiedergabe sicherzustellen – wichtig darüber hinaus auch für geringstmögliche, nach außen dringende Schallanteile.

Mit zusammengeklapptem Kopfbügel passt der OE2i in die mitgelieferte Transporttasche. © Hersteller / Archiv
Mit zusammengeklapptem Kopfbügel passt der OE2i in die mitgelieferte Transporttasche.

Andererseits sollten die Wandlersysteme jedoch nicht allzu fest auf den Ohrmuscheln aufliegen, damit der Hörer auch über längere Tragezeiträume hinweg als angenehm empfunden wird. Was das angeht, bewiesen die Bose-Ingenieure eine äußerst glückliche Hand: Im Praxistest ließ sich der OE2i mühelos über zwei Stunden hinweg tragen, ohne dass die Ohrmuscheln wie bei vielen anderen On-Ear-Hörern schmerzten. Auch war die Störschall-Unterdrückung des OE2i für einen ohraufliegenden Hörer in der Tat verblüffend gut.

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Allerdings wäre der OE2i nicht von Bose, wenn die Akustik- Spezialisten aus Framingham nicht auch an seinen Übertragungseigenschaften gefeilt hätten. So ist man stolz darauf, dass bei seiner Abstimmung im gesamten Tonfrequenz-Spektrum auf künstlichen „Boost“ verzichtet werden konnte. In der Tat ist das bereits ein Hinweis auf ausgewogenen, dröhnfreien Klang, führen doch künstliche Frequenzgang-Boosts in der Regel speziell im Bassbereich zu hörbar schlechterem Impulsverhalten.

Bose OE2i: Hörtest

Im Hörtest erwies sich der OE2i dann auch als perfekter musikalischer Begleiter: So ist seine Abstimmung eher auf langfristig angenehmen Hörgenuss als auf tonale Spitzfindigkeiten ausgelegt. Das heißt aber nicht, dass er klangliche Details „verschluckt“ – nur präsentiert er sie insgesamt etwas dezenter als beispielsweise der in dieser Hinsicht besonders agile, ebenfalls portable Beyerdynamic T50p.

Unstrittig jedoch ist, dass der Bose OE2i mit seinem lebhaften und direkten Klang viel Spaß macht und darüber hinaus für einen geschlossenen Kopfhörer dieser Größe geradezu erstaunliche Bassqualitäten besitzt. Hervorzuheben ist auch der gute Wirkungsgrad, was speziell für die Kombination mit iPhone und iPod einen echten Pluspunkt darstellt: Aufgrund ihrer in der Lautstärke begrenzten Ausgänge zählt hier jedes Dezibel. Ohne Zweifel gehört der Bose OE2i derzeit zu den attraktivsten portablen Hörern – angesichts seines günstigen Preises eine klare Kaufempfehlung. Wer auf Kabelfernbedienung und Mikrofon verzichten kann, wählt den OE2 und spart dabei sogar noch 30 Euro.

Die Kabelfernbedienung mit integriertem Mikrofon erweist sich in der Praxis nicht nur für Vieltelefonierer als sehr nützliches Feature. © Hersteller / Archiv
Die Kabelfernbedienung mit integriertem Mikrofon erweist sich in der Praxis nicht nur für Vieltelefonierer als sehr nützliches Feature.

Bose OE2i: iPhone-Steuerung

Der Bose OE2i ist einer der selteneren, uneingeschränkt HiFi-tauglichen Hörer, der über eine praktische Kabelfernbedienung für iPhone und Co. mit integriertem Freisprech- Mikrofon verfügt – bei einem Anruf braucht man den Hörer also nicht abzusetzen, sondern kann einfach drauflos sprechen: Das Musiksignal des Players wird automatisch stummgeschaltet. Die Kabelfernbedienung dient nicht nur zum Einstellen der Lautstärke, sondern steuert auch die Laufwerksfunktionen: Den mittleren Knopf einmal drücken entspricht Start/Stop, zweimal drücken wählt den nächsten Titel, dreimal drücken springt zurück zum vorhergehenden Titel.

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Und zu welcher Apple-Hardware ist der OE2i nun kompatibel? Dazu schreibt der Hersteller in der Bedienungsanleitung wörtlich: „Die Fernbedienung und das Mikrofon werden nur von iPod nano (4. Generation und später), iPod classic (nur 120 GB, 160 GB), iPod touch (2. Generation und später), iPhone 3GS, iPhone 4, iPad, iPad 2 und 2009er-Modellen von MacBook und MacBook Pro unterstützt. Die Fernbedienung wird von iPod shuffle (3. Generation und später) unterstützt. Ton wird von allen iPod-Modellen unterstützt.“ Zur Verträglichkeit mit der jüngsten iPhone- und iPod-Generation empfiehlt es sich, vor dem Kauf bei Bose genauere Auskunft einzuholen.

 
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