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Testbericht Blue-ray-Player Pioneer BDP LX 70 A

Die Spielersetups erschließen sich beim Pioneer BDP LX 70 A (1500 Euro) ohne viele Fragen.

Pioneer BDP LX 70

Hersteller
Pioneer
UVP
1300.00 €
Wertung
99.0 Punkte
Testverfahren
1.0
Bewertung
Bewertung
Tester
stereoplay

Die Japaner versahen den 8/07 getesteten Pioneer BDP LX 70 mit der entscheidenden HDMI-1.3-Ausgangsbuchse und erlaubten seiner Betriebssoftware, dort die nicht datenreduzierten HD-Datenströme von DTS und Dolby bereitzustellen. Decodieren kann aber auch der upgedatete Pio­neer mit dem Zusatzkürzel „A" (1500 statt 1400 Euro) die ultimativen Tonformate nicht selber.

Dafür spielte das Testgerät auch selbstgebrannte BD-Rs und BD-REs („Erasable“) ab, was Blu-ray-Player bislang verweigerten. Das kann sich ­alsbald wieder ändern, denn im Hintergrund rangeln Soft- und Hardware­hersteller um einen sicheren Kopierschutz, weil der gegenwärtige bereits geknackt wurde und HD-Filme im Internet stehen. Erst wenn die er­weiterte Kopiersperre fertig ist, sollen Selbstgebrannnte – beispielsweise von Camcordern – endgültig freigegeben werden.

Trotz immenser Rechenpo­wer für die Videoverarbeitung verlangt der Player Geduld. Bis der Pioneer nach dem Andocken ans Stromnetz erwacht, vergehen knapp 2 Minuten. Das Einlesen der Disc dauert knapp eine Minute. 

Applaus verdient der Pioneer für seinen Videoequalizer, der eine Anpassung an die unterschiedlichen Monitortypen erlaubt.

Der Pioneer öffnet ein Medienarchiv für Filme, Fotos und Musik, die via LAN-Anschluss vom Rechner oder einer externen Festplatte zugespielt werden. JPEG-Fotos führt er ebenfalls in hoher Auflösung vor.

Einmal mehr waren die ­Tester von der Videoqualität des noch jungen Mediums hellauf begeistert: „Fast noch besser als im Kino“, hieß es. Gegen die Farbenpracht und Schärfe, die der Pioneer und der Samsung aus den Blu-ray-Discs holten, wirkten „normale" DVDs wie durch Milchglas betrachtet.

Wenn etwa bei „Ludwig van B" (Columbia Pictures) die Kamera die Stationen des genialen Musikers und Komponisten ­Beethoven nachzeichnete, sahen die Schlösser, die Säle und die Landschaften ergreifend echt aus. Die Bilder wirkten ungemein realistisch, wiesen keinerlei Schlieren oder künstlich versteilerte Konturen auf. Die Detailschärfe war so grandios, dass jedes Haar, jeder Grashalm sichtbar wurde.

Szenenwechsel zu elektrisch verstärkter Musik: Gekonnt mit Licht in Szene gesetzte Instrumentendialoge auf der Blu-ray-Disc „Pat Metheny – The Way Up (Live)" versetzten den Zuschauer ins Auditorium – sozusagen mit dem Opernglas. Kein DVD-Player konnte je die Leuchtkraft der Scheinwerfer-Spots so akkurat abgrenzen, kritische Blautöne so strukturiert durchzeichnen wie die Blu-ray.

Bildlieferant war der in Heft 10/07 getestete Beamer Panasonic PT AE 1000 E mit Full HD (50 oder 60 Vollbilder pro Sekunde oder Vielfache von 24 mit je 1080 Zeilen). Auf der Blu-ray sind nur 24 Bilder pro Sekunde abgelegt. Bei der Umsetzung passieren Fehler, und zwar beim Beamer weniger, sodass die alternative 24p-Ausgabemöglichkeit des Players zu bevorzugen ist. Bei Kameraschwenks wurden dadurch die Bewegungen nachvollziehbar flüssiger.

Ähnlich verhielt es sich mit dem Ton: Nur direkt vom HDMI-1.3-Digitalausgang zum AV-Receiver geleitet, rief die Musik von Beet­hoven (in Dolby True HD) Begeisterungsstürme hervor. Über ihre Analogausgänge gab der Player den Surround-Ton verwaschener und flauer wieder. In Zweikanal von CDs wirkte das Klangbild flach und wenig vielschichtig. Der Heimkino-Freak überlässt das Musizieren dem Receiver. Fürs Bild ist der Player zuständig. Der Pio­neer setzt Maßstäbe. 

Alle Daten und Testergebnisse zum Pioneer BDP LX 70

 
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