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Testbericht Blu-ray-Player Sony BDP S 5000 ES

Sonys Blue-ray-Player BDP S 5000 ES (1800 Euro) trumpft mit einer vorbildlichen Schnellstartfunktion und einem praktisch unhörbaren Betriebsgeräusch.

Sony BDP S 5000 ES

Hersteller
Sony
UVP
1800.00 €
Wertung
106.0 Punkte
Testverfahren
1.0
Bewertung
Blu-ray-Player Sony BDP S 5000 ES
Tester
stereoplay

Sonys ES-Serie bot schon immer die etwas besonderen Geräte, und Sonys Ingenieure schlugen in der Vergangenheit des Öfteren als Querdenker interssante neue Wege ein. In diesem Falle bedienen sie sich für die aktuellen Player bei der hauseigenen Playstation 3 und nutzen deren Menüstruktur. „XrossMediaBar" nennt sich die zunächst ungewohnt horizontal orientierte Menüstruktur, die sich flott und übersichtlich handhaben lässt.

Precision Drive HD (1) nennt Sony seine Laufwerkskonstruktion, die Welligkeit von Discs ausgleicht. Heißes Teil: Unter dem Kühlkörper verbirgt sich Sonys hauseigener HD-Bildprozessor CXD 9957 GF (2).
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© Julian Bauer
Precision Drive HD (1) nennt Sony seine Laufwerkskonstruktion, die Welligkeit von Discs ausgleicht. Heißes Teil: Unter dem Kühlkörper verbirgt sich Sonys hauseigener HD-Bildprozessor CXD 9957 GF (2).

Überhaupt navigiert sich der Sony auch in komplexen Blu-ray-Disc-Menüs am flüssigsten von allen Testkandidaten, die Animationen laufen geschmeidig, und er reagiert verzögerungsfrei auf Befehle des Handgebers, der sich als einziger im Test heim­kinofreundlich beleuchten lässt. Der S 5000 konnte im Testraum auch als einziger schon seine Onlinefähigkeiten unter Beweis stellen: BD-Live funktionierte klaglos, nur etwas langsam. Die dem Internet entnommenen Daten legt der 5000er auf einem USB-Memorystick ab, den man rückseitig einsteckt.

Sonys Glanzstück in diesem Player stellt sicher der neue Grafikchip CXD 9957 GF dar, der so selektiv und Inhalt-adaptiv arbeitet wie bislang keine andere Video-Signalverarbeitung. Die „HD Reality Enhancer" genannte Technologie verspricht feinste hochauflösende Bilder, egal wie gut oder schlecht die Quelle sein mag – siehe Kas­ten. Tatsächlich erlaubt sich der S 5000 aber den kleinen, wenn auch verschmerz­baren Lapsus, DVDs nur bei korrekt gesetztem Progressive-Statusbit korrekt in Vollbilder zu wandeln. Es ist zwar die Regel, dass die Authoringstudios korrekt arbeiten, aber auf den „Star Wars Episode I bis VI“-DVDs beispielsweise stimmt dieses Statusbit nicht. Passen aber Aufzeichnungsformat und Bitschalter überein, macht der Sony seine Sache sehr fein und stellte sich mit allen Testbildern sehr geschickt an. DVD-Bilder konnten auf Full-HD-Format gerendert ebenfalls überzeugen.

BD-Live-Daten lagert Sony per USB-Memorystick (1). Der Stereoausgang (2) genießt aufwendigere Treiber als seine Surroundkollegen. © Julian Bauer
BD-Live-Daten lagert Sony per USB-Memorystick (1). Der Stereoausgang (2) genießt aufwendigere Treiber als seine Surroundkollegen.

Also stressten die Tester die neuen Algorithmen mit den fiesen Konzertbildern mit hektischer Bewegung, schlechtem Licht und rauschenden Interlaced-HD-Bildern der Blu-ray „Hals + Beinbruch" der Toten Hosen. Ohne Vergleich sieht das phantastisch aus, wirkte im Vergleich zu Denon und Pio­neer aber zappelig und irgendwie disharmonisch. Hier wechseln offensichtlich die Algorithmen des Postprocessings zu oft und drastisch in ihrer Wirkung. Möglicher Weise sollte Sony die Wirkung etwas zurück schrauben.

Vielleicht löst der Projektor des stereoplay-Hörraums, ein PT-AE 1000 von Panasonic, bereits feine Farbschattierungen zu gut auf. Eine deutliche Wirkung des abschaltbaren Superbitmappings (siehe Kasten) konnten die Tester jedenfalls nicht feststellen, selbst als sie dafür kritische, dunkle  und dabei fein schattierte Animationssequenzen von Pixars Kurzfilm „Lifted" verwendeten. Weniger fein differenzierende Endgeräte profitieren davon vermutlich stärker.

Mit seinen audiophilen Ambitionen will der Sony von komprimierten Signalen wie MP3 oder WMA nichts wissen, genauso wenig von DiVX-Filmen. Mit normalen CDs kann er natürlich prima umgehen und klingt dabei auch per Analogausgang anständig, balanciert tonal gut aus und lässt nur hier und da bei Stimmen S-Laute ein wenig nuscheln. Erhöhten die Tester die Auflösung und Kanalanzahl mit Ramsey Lewis‘s „They Can‘t Take That Away From Me" von Dolbys Demo-Blu-ray-Disc, vermittelte der Player fast den Eindruck, als atme er besser durch. Plötzlich wippten die Füße der Zuhörer mit, und man gewann den Eindruck, als habe jemand die Handbremse gelöst. Trotz des subjektiv flotteren Tempos stieg aber die Auflösung kaum. Das musikalische Niveau des Pioneer lag noch deutlich höher, und der Denon spielte zwar schlanker und einen Hauch weniger dynamisch, klang aber feiner durchzeichnend.

Alle Daten und Testergebnisse zum Sony BDP S 5000 ES

 
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