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Wireless-Musiksystem B&W A7 im Test

Sound-Docks berauben Smartphones und Tablets ihrer Mobilität. Dank AirPlay bietet B&Ws A7 nicht nur mehr Spielraum; ein 6-Zoll-Subwoofer und fünf Class-D-Verstärker bespielen auch größere Räume.

B&W A7
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© Hersteller / Archiv

B&W A7
Gesamtwertung: gut - 63 Punkte
Preis/Leistung: überragend
  • +AirPlay-DAC-Aktivsystem für anspruchsvolle Hörer
  • +einfache Integration von Mac/PC, iPhone, iPod touch und iPad
  • +dank DSP sehr verzerrungsarm
  • +spielt auch in problematischen Räumen gut
  • +gerade noch transportabel

Große Musiksammlungen zu handhaben wird immer einfacher. Cloud-Dienste wie Spotifiy oder iTunes Match verwalten die Titel und machen passende Audio-Formate auf netzwerkfähigen Media-Playern abrufbar. Als bis dato größtes Wireless Musiksystem empfängt das B&W A7 nicht nur Apples Funkwellen, sondern verbindet auch mit der PC-Welt – allerdings nur über USB und RJ45-Ethernet-Buchse. Android-Nutzer gucken derweil in die Röhre – es sei denn, sie nutzen die gute alte Mini-Klinke. Apple-like handelt es sich um einen kombinierten optischen Digitaleingang. Profitieren können mittelprächtige CD- und Blu-ray Player. Der eingebaute D/A-Wandler unterstützt Formate bis 24/96.

Das A7 ist ein volldigitales 2.1-Aktivsystem mit den Trennfrequenzen 180 Hz und 3,5 kHz. Die Eingangssignale wandelt ein AD1937 bei 96 kHz/24 Bit. Die Treiberbestückung: 25-mm-Alu-Hochtöner, 75-mm-Glasfasermembran-Mitteltöner und 150-mm-Bass mit Kevlarfaser-Papier-Compound.
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Das A7 ist ein volldigitales 2.1-Aktivsystem mit den Trennfrequenzen 180 Hz und 3,5 kHz. Die Eingangssignale wandelt ein AD1937 bei 96 kHz/24 Bit. Die Treiberbestückung: 25-mm-Alu-Hochtöner, 75-mm-Glasfasermembran-Mitteltöner und 150-mm-Bass mit Kevlarfaser-Papier-Compound.

B&W A7: Problemloses Einstellen

Das Einrichten gelingt entweder kabelgebunden, über USB am PC/Mac, oder per iPhone-Setup-App. Hierbei ist es wichtig, relativ nah am WLAN-Router zu bleiben, um keine irreführenden Verzögerungen zu erleben.

Test: B&O Play A9

Zur anschließenden Steuerung hat B&W ein niedliches „Ei“ beigelegt, worüber auch die Eingangswahl funktioniert. Eine zweifarbige Front-LED signalisiert den aktuellen Input- Status. Leider springt nach PC-Neustart und wiederholter Titelwahl das A7 nicht selbstständig mit an. Ein smartes AirPlay-Bedienkonzept verlangt jedoch nach iPhone, iPod touch und iPad. Läuft einmal die iTunes-Playlist, kann auch das „Ei“ übernehmen und Titelsprung, Play/Pause oder Lautstärke regeln. Schön einfach.

Design Box: Im umlaufenden Silberstreifen sind Tasten für Lautstärke und Power implementiert. Die LED ändert ihre Farbe je nach Eingangswahl.
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Design Box: Im umlaufenden Silberstreifen sind Tasten für Lautstärke und Power implementiert. Die LED ändert ihre Farbe je nach Eingangswahl.

B&W A7: Aufbau

Hinter der hübschen Blende verbirgt sich die raffinierte Mini-Version zweier Aktivboxen. In der Glasfaser-verstärkten ABS-Front stecken fünf Chassis, die jeweils von einer eigenen Class-D-Endstufe angetrieben werden.

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Für den optimalen Klang ist ein digitaler Signalprozessor eingebaut. Er sorgt für die bestmögliche Entzerrung. Dynamik und Impulstreue bleiben so selbst bei geringen Pegeln erhalten. Übertreiben sollte man deshalb die Regalphilosophie nicht: An der Kante eines Sideboards gestaltet sich der Grundtonbereich immer neutraler. Jedoch vermag das A7 mit seinem 15-cm-Bass und dem über 90 Grad verlängerten Flowport-Bassreflex sauberen Tiefgang zu erzeugen.

B&W A7: Hörtest

Alle Versuche, das A7 irgendwie kleinzukriegen, scheitern. Michael Jacksons druckvoller 25th Anniversary Mix pumpt mit rundfeiner Bassdrum-Diktion. Beady Belles „A Touch Of Paradise“ klingt dicht atmosphärisch und trotzdem entspannt. Zascha Moktans Stimme bleibt zischelfrei. Dreht man weiter auf, traut man seinen Ohren nicht – wie genau all diese Parameter skaliert werden.

Test: Marantz Consolette MS7000

Vertikal verliert das Klangbild zwar merklich an Frische, bleibt aber angenehm. Horizontal spannt sich die Bühne dafür weiter auf, als das Gehäuse suggeriert. Das System einfach auf den Boden stellen? Kein Problem. Im Gegenteil: Gerade dann macht das Aufdrehen richtig Spaß, da eine punktuelle Raumanregung gelingt. Besonders interessant ist das A7 für größere (Seminar-)Räume, wo viele Teilnehmer aus unterschiedlichen Distanzen einer Quelle lauschen müssen. Sinnvoll einsetzbar ist es auch für Fitness- und Tanzkurse: transportabel und klangstark. Eine smarte Box mit jeder Menge Beat!

 
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