Streaming-Lautsprecher B&O Play A9 im Test
Klangurteil: 90 Punkte
Preis/Leistung: Sehr gut
- +neutral und ausgewogen abgestimmt
- -spielt gapless nur über Airplay
B&O Play A9: Aufbau
Wie sollte man auch vermuten, dass sich innerhalb des knapp 14 Kilogramm schweren, schüsselartigen Objekts eine komplette Wireless-Streaming-Anlage inklusive Digital- Verstärker und Zweiwege-System samt gemeinsamem Woofer versteckt? Die austauschbare farbige Stoffhülle verbirgt eine im Fibonacci-Muster perforierte schwarze Kunststoffwand.
Praxis: Mit Spotify kostenlos Musik hören
Etwa auf Äquatorhöhe lugt jeweils ein Set aus Hoch- und Mitteltöner hervor, befeuert von einem eigenen Paar Class-D-Endstufen. Auch der stattliche Woofer hat seinen eigenen Antrieb, strahlt aber nach hinten ab. Mittels Schieberegler lässt sich seine Power je nach Platzierung etwas zügeln; für den freistehenden Betrieb, in der Ecke oder gar an der Wand – die der A9 mittels eigener Halterung auch direkt schmücken kann.
Zur perfekten Tarnung als Design-Objekt verzichtet der BeoPlay auf jegliche sichtbare Bedienelemente. Lediglich an der Rückseite wartet ein kapazitives Sensorfeld auf eine sanfte Hand zur Lautstärkeregelung. Nicht, dass man auf die manuelle Steuerung angewiesen wäre: Als AirPlay-System kann der A9 natürlich komplett über iPhones, iPads oder auch iTunes auf PC und Mac kontrolliert und mit Musikdaten versorgt werden, wahlweise über eine Ethernet-Verbindung oder kabellos. Und nicht nur Apple-Fans können Klangfutter zusammenstellen: Smartphones und Tablets mit Android als Betriebssystem greifen entweder auf den bewährten AirPlay-Simulator „Honey Player“ zurück – oder sie nutzen den BeoPlay einfach als DNLA-Client.
B&O Play A9: Netzwerk
Im Netzwerk gibt sich das Designmöbel als anspielbarer Partner zu erkennen, dem man via geeigneter Kontrollsoftware (PlugPlayer, Kinsky etc.) aus fast allen Plattformen heraus ausgewählte Lieder servieren kann, gerne auch direkt von einem Medienserver auf einer NAS. Der Nachteil: Der BeoPlay A9 sucht im Netzwerk nicht selbst nach dem passenden Musikfutter und speichert auch keine Playlisten; er will lieber häppchenweise bedient werden – und spielt deswegen nur, solange die Service-Software aktiv ist und im DNLA-Modus auch nicht gapless.
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Zwar kann der A9 theoretisch auch über einen Webbrowser konfiguriert werden. Aber um ihn im heimischen Netzwerk überhaupt bekannt zu machen, ist ein Apple iDevice empfohlen. Darauf läuft dann die kostenlose Setup-App, die das System mühelos einrichtet und die ihm alsbald die ersten Töne entlockt.
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Fazit
Guckst Du noch oder hörst Du schon? Ungewöhnliches Design trifft auf handwerklich einwandfreie Technik und souveränen Klang. Natürlich gibt es für den Preis auch ausgewachsene Anlagen. Aber keine wird so verblüffen!