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Testbericht

Ayre V-5xe

Testergebnis
110.0 Punkte
5800 EUR
Testverfahren: 1.0

AUDIO


Lothar Brandt

19. März 2008

Die Produkte von Charles Hansen tragen eine eigene Handschrift. Nicht nur äußerlich, auch klanglich.

Auch wenn das Messlabor aufgrund der schleifenlosen Verstärker-Architektur ein paar Verzerrungen aufdeckte, jede Kritik verstummt, wenn man in die Endstufe blickt. Wie in der Vorstufe: alles vom Feinsten. Deshalb konnten es die Tester kaum erwarten, die Boxen KEF Reference 207/2 mit den Cardas-Klemmen der V-5xe zu verbinden.  


Bild vergrößern 937 622 http://img3.magnus.de/image-r937x621-C-601c5964-25131507.jpg Pro Kanal zeichnen 16 bipolare, üblicherweise unter dem Kühlblock verborgene End-Transistoren (weiß) für die Leistung verantwortlich © Foto: H.Härle
© Foto: H.Härle

Pro Kanal zeichnen 16 bipolare, üblicherweise unter dem Kühlblock verborgene End-Transistoren (weiß) für die Leistung verantwortlich

Schnell stellte sich heraus, dass die Ayre-Verstärker beide symmetrisch angesteuert besser klingen, mit den Ayre-eigenen Verbindern, die der rührige Vertrieb Sun Audio zur Verfügung stellte. Dieser pflegt im übrigen auch ein wohltuend entspanntes Verhältnis zu den Holzblöckchen mit Ayre-Aufdruck, die Hansen – wir sprachen bereits von Marotten – als Klangtuning-Maßnahme preist. Sun Audio liefert die Untersteller umsonst dazu.


Bild vergrößern 937 629 http://img3.magnus.de/image-r937x629-C-6ac580c8-25131510.jpg Den gewaltigen Bedarf an Arbeitsstrom deckt ein 1200-Voltampère-Trafo von Mercury Magnetics. © Foto: H.Härle
© Foto: H.Härle

Den gewaltigen Bedarf an Arbeitsstrom deckt ein 1200-Voltampère-Trafo von Mercury Magnetics.

Hörtest

Auch unten ohne klingen diese Top-Komponenten sonnenklar – und es war eine helle Sonne, die da jedes einzelne Detail ins rechte Licht rückte. Vor allem wenn es leise zuging, überzeugte auch die Endstufe mit exzellenter Feinarbeit. Die unterschiedlichen Stimmungen und Stimmen der „Blues Notes" (Gold-CD Audio‘s Audiophile) kamen sauber rüber, und wo nötig auch mit sattem Punch. Erst mit wirklich brachialen Pegeln verbreitete die V-5xe im Präsenzbereich eine harsch-körnige Rauheit.

Mit gemäßigt gehobener Abhörlautstärke gelang ihr aber an der Seite ihrer Vorstufen-Partnerin auch eine imponierend farbenfrohe Darstellung des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin (AUDIO-CD pure music 5, Bose). Kraftvoll stützten Kontrabässe und tiefes Blech den Aufbau im Finale von Bruckners 5. Sinfonie. Erst ein Vergleich mit der Überflieger-Kombination Audionet PRE I G3 /AMP I V2 (Test in 12/07) zeigte minimale Schwächen auf. In der Geschlossenheit der Raumdarstellung, der dynamischen Explosivität und der Dringlichkeit des musikalischen Flusses blieben die deutschen Ausnahme-Amps vorne. Wirklich keine Schande, ausnahmsweise hier die Silbermedaille davonzutragen.




Technische Daten und Testergebnisse

Allgemein  
Maße: je B: 43,5 x H: 20,0 x T: 42,0 cm
Gewicht: je 28,0 kg
Features  
Mono-Betrieb ja
Endstufen-Musiksignal-Einschaltautomatik nein
Pegelregler nein
Pegelschalter nein
Pegelanzeige ja
Anschlüsse  
Endstufen-Eingänge asymmetrisch ja
Endstufen-Eingänge symmetrisch ja
Anzahl Lautsprecheranschlüsse 1
Messwerte  
Sinusleistung Stereo an 8 Ohm/4 Ohm 140,0 W/233,0 W
Musikleistung 8 Ohm/ 4 Ohm 152,0 W/247,0 W
Dämpfungsfaktor 100 Hz / 10 kHz
Rauschabstand 103,0 dB(A)
Standby-Verbrauch 12,9 W
Bewertung  
ja Sehr frei und lufitg klingende Stereo-Endstufe, die auch bei leisen Pegeln überzeugt.
nein Klang neigt bei hohen Pegeln zur Härte.
Klang Cinch 105
Klang XLR 110
Gesamtklang 110
Verarbeitung überragend
Bedienung überragend
Ausstattung ausreichend
Klangurteil überragend 110
getestet in Ausgabe: 4/08


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