Testbericht AVM Audition S3 im Test
Klangurteil: 85 Punkte
Preis/Leistung: Sehr gut
- +Sehr lebendige, hochauflösende und neutrale Kompakte mit tollem Timing
- -Tiefbasskraft kennt natürlich natürgemäße Grenzen
AVM Audition S3: Aufbau
Natürlich kann man selbst als erfahrener "Entwickler mit Goldohren" keine 25 Jahre Erfahrung im Chassisbau über Nacht aufholen. So ließen sich die Badener die Komponenten für ihre Audition S3 bei Elac maßschneidern: Der 15er-Tiefmitteltöner besteht aus einem verdeckt arbeitenden Pappkonus, der mit einer gerundeten Inverskalotte aus tiefgezogenem Aluminium großzügig verklebt wird und so selbst bei höchsten Auslenkungen steif und schnell bleibt.
Praxis: Raumeinmessung selbst gemacht
Um den notwendigen Hub bei energiereichen Tiefbässen zu begrenzen, unterstützt unter 70 Hz ein rückwärtiges Bassreflexrohr den kleinen Konus, das bei Positionierung im Regal auch verschlossen werden kann.
© Hersteller/Archiv
AVM Audition S3: Hörtest
Mit etwas weniger Hubraum, sprich Volumen, musste die Audition S3 gegen die teils deutlich preiswertere Konkurrenz wie die B&W CM5 antreten – und überflügelte diese besonders mit ihrer feinseidigen Auflösung und ihrer unbändigen Spielfreude.
Praxis: Lautsprecher richtig aufstellen
Detaildarstellung und Transparenz bei Johann Strauss' "Fledermaus" (Boskowsky) waren schlicht sensationell, den feinen dynamischen Schattierungen folgte die AVM genauer und mit besserem Timing als die etwas cremigere, dafür auch gemächlichere B&W.
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Fazit
Die HiFi-Geschichte ist voller Anekdoten über Hersteller, die sich in fremden Gewässern verfahren haben. Umso mehr freut es mich, dass AVM mit seiner High-End-Box einen Volltreffer gelandet hat: Wer nicht brüllend laut hört, erhält hier einen herausragend genauen und homogen klingenden Monitor. Angesichts des superben Front-Finishs fallen mir auf Anhieb einige Komponenten ein, zu der die Audition perfekt passt.