Menü

Testbericht AV-Receiver Onkyo TX SR 876

Im Falle des Onkyo TX SR 786 (1500 Euro) öffneten die Japaner quasi die Geheimgemächer des teuren Reon-VX-Bild-Großprozessors.

Onkyo TX SR 876

Hersteller
Onkyo
UVP
1500.00 €
Wertung
52.0 Punkte
Testverfahren
1.0
Bewertung
AV-Receiver Onkyo TX SR 876
Tester
stereoplay

Die sieben Vorverstärker (1) hat Onkyo inklusive extra  dicker Treiber- transistoren auf eigene Platinen gestellt und diese rechtwinklig zum Endstufen-Board angeordnet. Das vermindert die induktive Störverkopplung der Signal- und Stromkreise.
Die sieben Vorverstärker (1) hat Onkyo inklusive extra dicker Treiber- transistoren auf eigene Platinen gestellt und diese rechtwinklig zum Endstufen-Board angeordnet. Das vermindert die induktive Störverkopplung der Signal- und Stromkreise.

Was bitteschön sollen die ­Lettern „isf" bedeuten, mit denen sich die Front des neuen 1500-Euro-Onkyo schmückt? „Image Science Foundation" ergibt die Recherche, und dass sich ein Ingenieur nach entsprechender Prüfung eine Justage-Zertifizierung abholen kann.

Im Falle TX SR 786 öffneten die Japaner quasi die Geheimgemächer des teuren Reon-VX-Bild-Großprozessors. Wer will, kann ihn nicht nur zum Vollbildherstellen und Zeilenzahlumrechnen bewegen, sondern etwa auch zur Änderung der Farbbalance („Gammawert“). Das Ergebnis aus insgesamt 17 Einstellpositionen merkt sich der Onkyo nicht nur für jeden Eingang inklusive HDMI. Er speichert zudem eine Tag- und Nacht- und Dämmerungs-Optimierung, so dass sich selbst der eifrigste Videast nicht über einen Mangel an Arbeitsangebot beschweren kann.

Im tiefsten Grunde arbeitet der Onkyo, der wahlweise mit Pro Logic 2x oder THX Ultra 2 für Siebenkanal-Erweiterungen sorgt, aber am liebsten selber.

Darauf weisen schon das Lebendgewicht von 28,5 Kilo und der urkernige, im Hitze-Notfall von zwei Ventilatoren angeblasene Netztrafo hin. Ebenso die Tatsache, dass der TX SR 786 statt der üblichen 14 gleich 28 Endtransistoren verwendet und deren Stromversorgung über dicke Kupferschienen läuft.

Indem der Onkyo einem bald erscheinenden DVD/SACD-Player (DV SP 506, 300 Euro) HDMI-Anschluss gewährt  und die Streams dann direkt mit Burr-Brown-D/A-Wandlern (PCM 1796) umsetzt, gewinnt er weiter HiFiisten-Symphatie.

Der kraftlos-quallige ­Radioklang des Onkyo führte zu mitleidigem Raunen – das beim ersten Takt CD-Musik jäh verstummte.

Neben der Bi-Amping-Option offeriert der TX SR 876 auch eine Brückenverstärker-Konfiguration für zwei Hauptboxen – und dann satte 2 x 300 Watt.
Neben der Bi-Amping-Option offeriert der TX SR 876 auch eine Brückenverstärker-Konfiguration für zwei Hauptboxen – und dann satte 2 x 300 Watt.

Dann hieß es: „Der spielt für einen Surrounder sensationell klar und bis in hinterste Winkel völlig durchsichtig!" Schwungvoll trieben die Bässe dahin, und so blieb Querulanten nichts zu stänkern als: „Ja, bei Klavier hätt‘s weniger Blitz und mehr Holz gebraucht.“

Bei feiner wie weiträumiger Darstellung zog der Onkyo seinen Stiefel auch bei Alt-Surround-DVDs durch, um ihn bei HD strahlen zu lassen: Licht, weit, fein und wie frisch gewienert; untenrum mit trittfester Sohle und markantem Profil.

Alle Daten und Testergebnisse zum Onkyo TX SR 876

 
x