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Testbericht AV-Receiver: Denon AVR 2312

Mit dem Verzicht auf Pre-Outs leistet sich der AVR 2312 (900 Euro) eine Schwachstelle. Doch er klingt kraftvoll und super fein auf­lösend – für die Klasse superb.

Denon AVR 2312

Hersteller
Denon
UVP
900.00 €
Wertung
50.0 Punkte
Testverfahren
1.0
Auszeichnung
Denon AVR 2312: stereoplay Highlight
Tester
stereoplay

Der Respekt von Denon vor modernen Usern geht so weit, dass die Firma sich selbst kaum folgen kann. Im Klein­gedruckten des Manuals weist sie nur darauf hin, dass der AVR 2312 keine HDMI- oder herkömmlichen Digitalquellen in einer Zone 2 ertönen lassen kann. Auf die Idee, dass der Musiktransfer für USB- und Netzwerk-Musik trotzdem klappt, muss der User selber kommen. Auf jeden Fall haben die Japaner zu diesem Zweck unmittelbar neben den Netz-ICs einen Stereo-D/A-Wandler eingebaut (AK 4424).

Der HDMI-Prozessor/Dual-Transmitter  ADV 8002 versorgt  im Denon nur einen Ausgang und bleibt so unterbeschäftigt. Dank der langen Endstufen-Platine  mit viel Luft darum kommt der Denon ohne Ventilator aus.
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© Julian Bauer
Der HDMI-Prozessor/Dual-Transmitter ADV 8002 versorgt im Denon nur einen Ausgang und bleibt so unterbeschäftigt. Dank der langen Endstufen-Platine mit viel Luft darum kommt der Denon ohne Ventilator aus.

Von iPods und iPads ganz abgesehen, läuft die Bedienung über das Grafik-feine Bildschirm-Menü wie geschmiert. Und während der größere AVR 3312 noch dazu verführte, sich in einem Installations-Wizard und in Selbsteinmess-Kommandos zu verhakeln, führt der 2312 dergleichen – neben „Manual Setup“ –  als Sonderoption ein. An die neuen Front-Tasten­reihen, die Netz-Radiosender sowie das Aufrufen dieser oder jener Voreinstellung haben sich Kundschaft und Tester ohnehin gewöhnt.

Der AVR 2312 besitzt S-Video-Eingänge, die in erster Linie Denon-Docks zum Bild-Transfer dienen. Leider gibt es keine Stereo-Pre-Outs.
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© Archiv
Der AVR 2312 besitzt S-Video-Eingänge, die in erster Linie Denon-Docks zum Bild-Transfer dienen. Leider gibt es keine Stereo-Pre-Outs.

Und wenn schon der kleine 550-Euro-Denon AVR 1912 (stereoplay 9/11) dergleichen schaffte, darf es nun als selbstverständlich gelten, dass auch der AVR 2312 qualitativ hochwertige FLAC-Downloads dekodiert, Flickr-Diashows zeigt und Napster- sowie Last.fm-Abonnenten sekundiert.

Perfekt verlaufende Klirrkomponente k2 (schwarz), akzeptables Verhalten der Komponenten höherer Ordnung
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© stereoplay
Perfekt verlaufende Klirrkomponente k2 (schwarz), akzeptables Verhalten der Komponenten höherer Ordnung

Für HiFi-Freaks eine Freude: Denon setzt auf ein bewährtes Endstufen-Septett mit den ­Darlington-Doppeltransistoren 2SD2390 und 2SB1560 – wie das stereoplay-Klirrverlaufsspektrum zeigt, sogar mit ­besonders liebevollem Tuning. Leider bereitet das Fehlen von Pre-Outs bei diesem Prachtstück umso mehr Verdruss.

Ein Manko, das der AVR 2312 schon mit CD-Musik überspielen konnte. Für die Klasse sagenhaft voll und saftig, notierten die Tester. Und bei der Wiedergabe von Ulita Knaus’It’s The City“ doch sehr nuanciert und fein.

Das klang ähnlich wie über den AVR 3312. Der Große (mit Pre-Outs ausgerüstet) setzte sich nur knapp ab – mit mehr Stabilität und noch trockeneren Trommelschlägen.

Sorgte der AVR 2312 bei den alten Surround-Formaten für Schwung, heimste er bei HD-Titeln Hurra-Applaus ein – weil er nicht nur prächtig räumlich, sondern gleichzeitig rücksichtsvoll-mild agierte. Dies ergab besondere Natürlichkeit. Ergo: Musik-Hochgenuss pur!

Alle Daten und Testergebnisse zum Denon AVR 2312

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