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Testbericht

Audionet Max

Testergebnis
130.0 Punkte
12500 EUR
Testverfahren: 1.0

AUDIO


Lothar Brandt

13. März 2008

Mit den Monoblöcken Max dringt Audionet in Klangbereiche vor, die man bislang fest in der Hand wesentlich teurerer Boliden wähnte.

Zur guten Audionetikette gehört, dem Nutzer die korrekte Polung des Netzsteckers anzuzeigen. Überhaupt wird größter Wert auf optimale Stromversorgung gelegt – wie ein Blick ins Innere der Max-Endstufe zeigt (Bild). Das neue Prachtstück hat nur noch wenig mit der Urahnin gemein, die in AUDIO 12/1998 einst mit mauer Leistungsstabilität enttäuschte. Nein, diese Endstufe protzt nicht, sie zelebriert eine ”Nur vom Feinsten”-Philosophie. Der extrem hohe Anspruch erstreckt sich von den Rhodium-vergüteten Sicherungen über elektrisch vom Eingangssignal entkoppelte Differenzverstärker und die acht MOSFET-Leistungs-Transistoren bis hin zu höchstwertigen WBT-Lautsprecher-Anschlüssen.


Bild vergrößern 320 238 http://img1.magnus.de/image-r320x238-C-d1db35aa-12410193.jpg Die beiden 1000-VA-Transformatoren der Max-Monos liefern Energie für jeweils die positive und negative Halbwelle der Leistungsstufe. © Foto: H.Härle
© Foto: H.Härle

Die beiden 1000-VA-Transformatoren der Max-Monos liefern Energie für jeweils die positive und negative Halbwelle der Leistungsstufe.

Leistungsdaten am oberen Ende der Skala, Klirrverläufe am unteren Ende der Messbarkeit – das lässt nicht zuletzt auf kräftige Gegenkopplung im Verstärker schließen. Die Skepsis mancher Audiophiler gegenüber dieser Kontroll-Maßnahme, die Ein- und Ausgangssignale ständig miteinander vergleicht und gegebenenfalls regelnd eingreift, dürfte sich beim ersten Hörcheck verflüchtigen. Zur ganz großen Audionet-Show führte dann das AUDIO-Hörtestprozedere.

Wahrhaft große Kunst offenbarte sich in der Gesamtdarstellung der Max. Diese Endstufe entwickelte über die KEF Reference 207/2 eine Autorität und Kraft, die sogar eine nachgewiesenermaßen grandiose Accuphase A-60  in ihre Schranken wies. Herzhaft gestrichene Kontrabässe schmauchten förmlich aus der Klangkulisse, die sich wie selbstverständlich von den Lautsprechern löste. Knackige Bassdrum-Kicks und kantige Beckenschläge schienen zu explodieren, ohne jemals aufgesetzt zu wirken.Die herausragende Eigenschaft der Max-Endstufen ist ihre Homogenität, die der Musikwiedergabe unvergleichlichen Zusammenhalt gibt. Dass eine erbsenzählende Fehlersuche dabei völlig ins Leere geht, ist wohl der einzige Fehler. Und der sei ihr leichten Herzens verziehen.




Technische Daten und Testergebnisse

Allgemein  
Maße: je B: 21,5 x H: 28,5 x T: 50,0 cm
Gewicht: je 38,0 kg
Features  
Mono-Betrieb nein
Endstufen-Musiksignal-Einschaltautomatik ja
Pegelregler nein
Pegelschalter nein
Pegelanzeige ja
Anschlüsse  
Endstufen-Eingänge asymmetrisch ja
Endstufen-Eingänge symmetrisch ja
Anzahl Lautsprecheranschlüsse 2
Messwerte  
Sinusleistung Stereo an 8 Ohm/4 Ohm 473,0 W/859,0 W
Musikleistung 8 Ohm/ 4 Ohm 344,0 W/685,0 W
Dämpfungsfaktor 100 Hz / 10 kHz
Rauschabstand 109,0 dB(A)
Standby-Verbrauch 5,3 W
Bewertung  
ja wunderbar homogenes, detailreiches und durchhörbares Klangbild mit großem Hubraum
nein braucht beste (teuerste) Vorstufen, um ihr Potential voll auszuschöpfen
Klang Cinch 125
Klang XLR 130
Gesamtklang 130
Verarbeitung überragend
Bedienung sehr gut
Ausstattung gut
Klangurteil überragend 130
getestet in Ausgabe: 3/08


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