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Audio Physic Yara II Superior
Die Membranen der Bässe bestehen aus leichtem und zugleich steifen Aluminium.
Im Hochtonbereich setzt Audio-Physic-Entwickler Manfred Diestertich auf eine Gewebe-Kalotte, der ein Doppelmagnet Beine machen soll. Am Tief-Mitteltöner konzentrierte sich die Weiterentwicklung der beliebten Yara auf den erstarkten Antrieb mit größerer, länger gewickelter Schwingspule auf einem glasfaserverstärkten Träger. Das typische Audio-Physic-Gehäuse mit Neigung und verrundeten Kanten bleibt allerdings höheren Klassen vorbehalten. Trotz dieses Kostenbewusstseins erhält die Yara II Superior ein Echtholz-Furnier oder Alu-Finish.
Audio Physic vertraut auf bewährte Schlankmacher: Die beiden Seitenbässe sitzen Rücken an Rücken und arbeiten im Push-Push-Verfahren. Dies verringert die Gehäuseschwingungen.
Hörtest
Der Auftritt der Yara II Superior zog das Auditorium in seinen Bann. Ihre Darbietung wirkte schlank, aber konturiert. Die Bühne wuchs; die Musiker kamen einen Schritt auf den Hörer zu. Insgesamt wirkte die Darbietung abhängig vom Musikstil anspringender oder etwas weniger durchhörbar als mit der ebenfalls auf hohem Niveau spielenden Mission 794. Trotzdem: Die Box aus Brilon im Sauerland siegte in einem kurzweiligen Duell der beiden Besten durch einen Schuss mehr Authentizität, Körper und Nachdruck, kam aber im Quercheck nicht ganz an die Quadral Platinum Ultra 9 heran.
Mit der neuen Yara macht Pop wie die Maxi-Version von Thomas Dolbys „She Blinded Me With Science" (EMI) oder Klassik gleichermaßen Spaß. Sehr gute Aufnahmen wie der Chor aus Beethovens 9. Symphonie (London Symphony Orchestra) offenbarten freilich Schwächen in der Abbildung, während der Bass einmal mehr durch Präzision und Punch gefiel, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Damit ist klar: Audio Physic ist stark wie eh und je.
Technische Daten und Testergebnisse
| Allgemeine Daten | |
|---|---|
| Abmessung (B x H x T) | 15,0 x 100,0 x 32,0 cm |
| Gewicht | 19,0 |
| Oberflächen | |
| Farbe | |
| Technische Merkmale | |
| Bassprinzip | Wege Bassreflex |
| Anzahl der Wege | 3 |
| Arbeitsprinzip Vollaktiv | |
| Ausstattung | |
| Anschluesse | single Wiring |
| Anschlüsse XLR | |
| Raumanpassung | |
| Surround-Ergänz. | |
| Cinch | |
| Labor-Merkmale | |
| Maximale Lautstärke oberer Wert | 101 dB |
| untere Grenzfrequenz (-3dB) | 47 Hz |
| Untere Grenzfrequenz (-6 dB) | 37 Hz |
| Nennimpedanz (Audio) | 4 Ohm |
| Bewertung | |
| Ausgewogen, audiophile Detailgenaigkeit, tolles Timing | |
| Stimmen etwas körperlos, Bass nicht so tief, etwas diffus | |
| Bassqualität | 80 |
| Basstiefe (Bassfundament) | 65 |
| Detailtreue (Präzision) | 95 |
| Feindynamik | 90 |
| Maximalpegel (Lebendigkeit) | 65 |
| Neutralität | 85 |
| Ortbarkeit | 75 |
| Räumlichkeit (Luftigkeit) | 90 |
| Verarbeitung | gut |
| Klangurteil | sehr gut 83 |
| getestet in Ausgabe: | 12/08 |
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