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Testbericht

Astin Trew At 1000

Testergebnis
85.0 Punkte
800 EUR
Testverfahren: 1.0

AUDIO


Lothar Brandt

9. Januar 2008

Der  Newcomer Astin Trew fertigt in China, bringt aber britische Klangwerte ins Wohnzimmer. So auch mit dem Vorverstärker At 1000.

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Ein Herz und Händchen auch für jüngere Digitalformate zeigt Michael Osborn, indem er seiner Vorstufe At 1000 neben der von einem veritablen Class-A-Verstärker gespeisten 6,3-Millimeter-Kopfhörer-Buchse noch zwei weitere, nur 3,5 Millimeter messende Klinken-Buchsen mitgibt. Die eine dient einem zweiten Kopfhörer, die andere Zuspielern wie etwa einem MP3-Player als Eingang. Fans von mobilem Musikgenuss werden es danken, weil mühsames Anstöpseln ihres Portis per Adapter an die Rückseite somit entfällt. 


Bild vergrößern 937 850 http://img1.magnus.de/image-r937x850-C-811f6b55-25332298.jpg Röhren verstärken für die Ausgänge; die Lautstärke-Regelung übernehmen Integrierte Schaltkreise (ICs). © H.Härle
© H.Härle

Röhren verstärken für die Ausgänge; die Lautstärke-Regelung übernehmen Integrierte Schaltkreise (ICs).

Technisch kombiniert auch der – leider ohne Phono-Eingang gebaute – Hochpegel-Vorverstärker Tradition und Moderne. Während sich pro Kanal eine Doppeltriode Electro Harmonix ECC82 (12AU7) um die Ausgangsspannungen kümmert, regelt ein PGA2311 von Burr-Brown deren Pegel. Der Chip vereint ein Widerstandsnetzwerk in einem Integrierten Schaltkreis und ersetzt so das übliche Potentiometer.

Übrigens hängen gleich zwei Paar Cinch-Buchsen an den geregelten Ausgängen, auch das etwas verwirrend mit „Rec Out" bezeichnete Paar. Streng genommen hat der At 1000 also keinen nutzbaren Ausgang für Aufnahmegeräte, die sinnvollerweise einen fixen Pegel brauchen. Hoffen wir auf ein Update in der kommenden Generation. Dafür kann man den At 1000 schon jetzt ohne Umschweife für Bi-Amping – also Boxen-Ansteuerung mit pro Kanal zwei Endstufen – nutzen.

Die At 1000 gefiel vor allem mit ihrer sehr guten räumlichen Darstellung: Die Musiker des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin (pure music CDs) spielten plastisch gestaffelt – die unterschiedlichen Aufnahmeräume bauten sich klar nachvollziehbar im Hörraum auf. Aber viel spannender als die Solo-Auftritte gerieten die Darbietungen des vereinigten Trew-Trios (CD-Player At 3000 und Endstufe At 5000 ). Selten durfte der Test-Autor bisher eine 3000-Euro-Kette hören, die in sich so stimmig aufspielte, mit derart harmonischen Farben und selbstverständlich strömendem musikalischen Fluss. Dieser Drei-Klang geht wirklich herrlich ins Ohr.


Technische Daten und Testergebnisse

Allgemein  
Abmessungen (B x H x T) 43,0 x 12,8 x 39,0 cm
Gewicht 17,0 kg
Features  
Frontplatte schwarz/silbern/champagner ja/ja/nein
Frontplatte andere Farb. nein
Fernbedienung/System-Fernbedienung/lernfähig ja/ja/nein
Klangregler/abschaltbar nein/nein
Loudness nein
Muting ja(via FB)
Monitorschalter nein
Aufnahmewahlschalter audio nein
Anschlüsse  
Phono-Eingang MM / MC nein/nein
Eingänge Hochpegel Cinch / XLR 4/0
Digitaleingänge Cinch 0
XLR / optisch 0/0
Digitalausgänge Cinch / optisch / XLR 0/0/0
Tape-Anschlüsse (ein/aus) 1
Prozessor-Eingang nein
Pre-Out Subwoofer 0
Pre-Out XLR 0
Kopfhörerbuchse ja
Messwerte  
Störabstände (A-bew.) Line Cinch/XLR 92,0 dB(A)
Störabstand Phono MM/MC – / –
Line Cinch/XLR 566 Ohm / –
Bewertung  
ja Erschwingliche, mit Front-Klinkeneingang ausgestattete Hochpegel-Vorstufe. Räumlich akkurater Klang.
nein Keine Phonostage, kein Tape Out
Klang MM
Klang MC
Klang Cinch 85
Klang XLR 0
Ausstattung befriedigend
Bedienung sehr gut
Verarbeitung sehr gut
Klangurteil 85
Preis/Leistung sehr gut
getestet in Ausgabe: 8/07
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