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Testbericht

Apple iPod Classic

Testergebnis
65.0 Punkte
350 EUR
Testverfahren: 1.0

AUDIO


Christine Tantschinez

2. Januar 2008

Für Jäger und Sammler: der iPod Classic

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Es ist Mittwoch, der 5. September 2007. In San Francisco und zeitgleich in London versammeln sich Journalisten aus der ganzen Welt, um einer Ansprache zu lauschen. Aber keinem Staatschef, keinem ­religiösen Oberhaupt hängt das Publikum wie gebannt an den Lippen. Sondern einem Mann im schwarzen Rollkragenpulli, dem Popstar unter den Firmenchefs. Steve Jobs, oberster Mann bei Apple, präsentiert an jenem Tag wieder Neuheiten. Zum Beispiel, dass man sich bei iTunes nun auch ­Klingeltöne kaufen kann. Aber auch, dass es brandneue iPods gibt, die natürlich besser sind als alle zuvor.

Gestatten, Classic, iPod Classic

Wie der iPod Classic. Ihm ist seine Verwandtschaft zur vorherigen Generation äußerlich am deutlichsten anzusehen. Doch statt Plastikdeckel umhüllt ihn ein Metallgewand, edel und kratzbeständiger. Und obwohl er außen gleich dick geblieben ist, hat er innen zugelegt: Die kleinste Version (rund 250 Euro) beherbergt eine 80-Giga­byte-Festplatte. Darüber gibt es sogar eine 160-Gigabyte-Version (rund 350 Euro) – Platz für fast 2000 Stunden Musik (mit 192 Kilobit/s Datenrate). Zusätzlich lassen sich auch Fotos, Videos, Podcasts und Spiele speichern – die man natürlich im iTunes Store erwerben kann.

Auch der iPod Classic hat die vom Touch bekannte Cover-Flow-Funktion, und es macht hier ebenfalls richtig Spaß, durch die Alben zu blättern. Wer noch unentschlossen ist, was er hören will, kann sich auch von den zufällig eingeblendeten Cover-Kunstwerken im Menü inspirieren lassen. Die Bedienung ist noch leichter geworden als im Vorgänger, das Display geriet brillanter und farbenprächti­ger. Nur die Reaktionszeit hat sich etwas verlangsamt – besonders auf der 160-GB-Platte dauert es schon mal länger, ein bestimmtes Lied zu finden.

Hörtest

Kurz nach der Marktein­führung der drei iPods häuften sich schon die Berichte von neuen D/A-Wandlern. Tatsächlich stecken in Classic und Nano nicht mehr die gewohnten Wolfson-DACs, sondern kleine, Apple-gebrandete Chips. Weitaus wichtiger ist die Frage, ob die iPods auch anders klingen. Der iPod Classic tönt klar grundtonstärker als sein Vorfahr – das belegt auch der Frequenzverlauf ohne den bis dato typischen Bass-Roll­off. Allerdings leidet nun die gewohnte Geschmeidigkeit, die Mitten kommen viel rauer. Auch die Lautstärkebegrenzung hat es in sich; für einige Kopfhörer ist der Classic jetzt zu leise.


Technische Daten und Testergebnisse

Allgemein  
Abmessungen (b x H x T) 6,2 x
10,4 x
1,4 cm
Gewicht 162 g
Ausstattung  
Speicherart HDD
Mitgelieferter Speicher 160 Gigabyte
Spielzeit 192 kbps 1940 h
Spielzeit CD-Qualität (WAV) 325 Stunden
Klangregelung Bass, Höhen, Loudness
Farbdisplay LCD, 260 000 Farben
Display Auflösung 320 x 240 Px
Software iTunes
Line-Eingang nein
Digital-Eingang nein
FM-Radio vohanden nein
Mikrofon eingebaut nein
Wiedergabeformate AAC, AIFF, WAV, MP3, Losless
Besonderheiten
Betriebsarten  
Wiedergabe von Kaufmusik iTunes
Aufnahme Linie/Radio nein/nein
Aufnahmeformate entfällt
Radio  
Musiktransfere ohne Software nein
Spielzeit mit Akku/Batterie 40 h
Messergebnisse  
Spielzeit MP3 128 kbps
Aufnahme Rauschabstand
Kopfhöhrer max. Lautstärke
Ausgangsspannung Line
Bewertung  
ja Noch besser bedienbar als der alte iPod - hervorragende Benutzerführung
nein Leicht rauchige Mitten, sehr leise durch Lautstärkebegrenzung
Klang mitgelieferter Kopfhörer
Klang 65
Ausstattung sehr gut
Bedienung überragend
Verarbeitung sehr gut
Preis/Leistung gut
Klangurteil gut 65
getestet in Ausgabe:
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