pearl.de Bestseller NEU Beratungsvideo Schnäppchen Ausgezeichnet bewertet Pressestimmen Günstig beiwww.pearl.de onlne einkaufen
AUDIO


teleschau - der mediendienst

23. Februar 2012
Interview: The Cranberries: "Wir fühlen uns wieder wie Teenager" Bild vergrößern 680 453 http://img3.magnus.de/The-Cranberries-ver-ffentlichen-mit-quot-Roses-quot-das-erste-Studioalbum-seit-ber-zehn-Jahren--r680x453-C-2bdb9edb-52362952.jpg © Jess Baumung / Universal
© Jess Baumung / Universal
Interview

The Cranberries: "Wir fühlen uns wieder wie Teenager"

Vier Top-Ten-Alben in Deutschland, alle mit Gold und Platin ausgezeichnet: The Cranberries zählten in den 90er-Jahren zu den erfolgreichsten Pop- und Rockbands aus Irland. Und Songs wie "Linger", "Dreams" und natürlich "Zombie", in dem Sängerin Dolores O'Riordan den Nordirland-Konflikt thematisierte, hallen bis heute nach. 2003 legten The Cranberries eine Pause auf unbestimmte Zeit ein. Frontfrau O'Riordan zog mit ihrer Familie nach Kanada und veröffentlichte zwei Soloalben. Nun meldet sich die irische Formation mit "Roses" zurück. Und eines wird im Gespräch mit Dolores O'Riordan (40) klar: The Cranberries wagen dieses Comeback nicht in erster Linie, um weitere Gold- und Platinauszeichnungen einzuheimsen.

teleschau: Vor gut zehn Jahren hatten Sie offenkundig genug von allem Rummel. Hat Ihnen womöglich irgendwann irgendwas davon gefehlt? Denn jetzt fängt der Stress ja wieder an ...

Dolores O'Riordan: Das stimmt, aber ich bin jetzt viel weiter als in der Zeit, in der ich nur mit den Cranberries unterwegs war. Jetzt habe ich eine Familie, einen Mann und vier Kinder, und wenn ich aus dem Fenster schaue, habe ich die perfekte Sicht auf einen wunderschönen See. Ich lebe im Wald, in der freien Natur, an einem geradezu himmlischen Ort. Ich habe nun also all das - und die Band. Ich kann wirklich sagen, dass ich noch nie glücklicher war.


teleschau: Stört es Sie dann auch nicht, wieder im Mittelpunkt zu stehen? Das ständige Spotlight hatte Sie einst ja eher genervt.

O'Riordan: Ich gehe jetzt immer vier Wochen auf Tour und komme danach für drei Wochen nach Hause. Auf diese Weise habe ich einen regelmäßigen Ausgleich. Wäre ich nur unterwegs, würde ich mich langweilen. Bevor ich meine Kinder bekam, war die Band alles für mich. Ich nahm die Musik und mich damals zu wichtig. Denn eigentlich war ich ja nur ein Mädchen, das Songs gesungen hat.

teleschau: Sie waren 18 Jahre alt, als sie mit den Cranberries anfingen. Ist dieses Comeback nun vielleicht auch ein Trip zurück in Ihre Jugend?

O'Riordan: Ein bisschen schon. Wenn wir jetzt auf die Bühne kommen, fühlt es sich zumindest so an, als wäre die Zeit stehengeblieben. Dieser Job gibt uns die Möglichkeit, uns für den Moment des Auftritts wieder in Kids zu verwandeln.

teleschau: Verhalten Sie sich generell auch "jünger", wenn Sie mit der Band zusammen sind?

O'Riordan: Keiner von uns hat das Gefühl, ernsthaft gealtert zu sein. Ein paar graue Haare erinnern uns zwar an unser tatsächliches Alter, aber wir fühlen uns wieder wie Teenager, wenn wir zusammen sind.

teleschau: Angst, dass etwas schiefgehen könnte, hatten Sie bei all der Wiedersehensfreude nicht?

O'Riordan: Ich habe eigentlich vor nichts im Leben Angst. Nicht mehr. Man muss einfach an sich glauben, sich selbst vertrauen, dann kann man auch viel erreichen.

teleschau: Können Sie die Atmosphäre beschreiben, als Sie erstmals wieder mit allen im Proberaum standen?

O'Riordan: Die Jungs flogen aus Irland ein, wir trafen uns alle in Boston. Als wir dann zum ersten Mal wieder zusammen probten, war ich übermäßig aufgeregt, ich musste mich erstmal an die ganze Energie gewöhnen, die da in diesem Raum zwischen uns war. Irgendwann normalisierte sich aber alles, und es war auch wieder okay für mich, im Zentrum der Band zu stehen.

teleschau: Sind dann auch schnell neue Songs entstanden?

O'Riordan: Ich habe eigentlich in den ganzen Jahren nie aufgehört, Songs zu schreiben. Auch Noel (Hogan, Gitarrist; Anm. d. Red.) schickte mir regelmäßig neue Ideen.

teleschau: Finden Sie es heute, als Mutter von vier Kindern, eher leichter oder schwerer, Themen für neue Songs zu finden?

O'Riordan: Viel leichter! Es gibt ja auch viel mehr Inspirationen um mich herum, weil ich jetzt nicht mehr nur mein eigenes, sondern auch das Leben meiner Kinder habe. Ich bekomme genau mit, was sie beschäftigt, worüber sie sich Sorgen machen, wie sie ihre kleinen Aufgaben meistern. Sobald man Kinder hat, beginnt für einen eine unglaublich spannende, neue Reise. Man fühlt sich wie neugeboren, denn sie machen ja auch die ganzen Dinge, die man selbst als Kind gemacht hat. Und das Leben macht ja auch mehr Spaß mit so viel Gelächter im Haus.

teleschau: Gab es bestimmte Themen, die Sie zentral auf Ihrem neuen Album "Roses" positionieren wollten?

O'Riordan: So gehe ich nicht an die Albumproduktion heran. Ich schreibe Songs vielmehr, um mich selbst zu reinigen. Das Schreiben ist für mich wie eine Therapie, bei der ich mich von alten Schmerzen befreien und einfach mal alles heraus lassen kann. Es ist wie eine Art Selbstheilung. Ich hoffe natürlich, mit meinen Songs auch andere ein Stück weit heilen zu können.

teleschau: Musikalisch erinnern die neuen Songs sehr an den typischen Cranberries-Sound der 90er-Jahre. War es Ihr Ziel, so zu klingen wie damals?

O'Riordan: Lustigerweise habe ich das jetzt schon öfter gehört, es muss wohl was dran sein. Wir wollten vor allem nicht zu bemüht klingen, an unserem Stil festzuhalten. Wir waren ganz entspannt und haben uns nicht den Kopf darüber zerbrochen, wie wir am Ende klingen werden. Dadurch kam dann vieles wie von selbst.

teleschau: Damals hatten Sie ein feines Gespür für die Musik der Zeit, ein Händchen für Hits. Verfolgen Sie heute noch das Geschehen in dern Charts?

O'Riordan: Oh, dafür habe ich gar keine Zeit! Als Mutter muss ich mich um die Familie kümmern! Und die Wäsche mache ich auch immer noch gerne selbst. Ich gucke ehrlich gesagt auch lieber Spongebob mit meinen Kindern, als die Charts zu verfolgen.

teleschau: Als Ihre Band sich damals trennte, sagten Sie, es ginge Ihnen nicht mehr so sehr um Ruhm und Erfolg. Wie wichtig sind Ihnen diese beiden Komponenten denn jetzt, da nach langer Zeit ein neues Album erscheint?

O'Riordan: Ruhm ist nicht mehr relevant. Und Erfolg bedeutet für mich jetzt vor allem, zu Hause glücklich zu sein.



Verwandte Themen

Günstig bei www.pearl.de online einkaufen
Meistgelesen
1. AF-S Nikkor 2/200mm VR II G ED + Nikon TC20E III an Nikon…

Die gute Bildqualität, die das Nikon AF-S Nikkor 2/200 mm VR II G ED an der Nikon D7000 zeigt, wird durch den 2-fach Extender kaum beeinträchtigt.

2. Der Klempner auf dem Court

Nintendo bittet zum knallbunten Maskottchen-Match. Kein großes, aber unterhaltsames Tennis, wie sich im Test zeigt.

3. Samsung Galaxy S3 im Praxistest

Das Samsung Galaxy S3 ist da. Im ausführlichen Praxistest hat es in Sachen Performance die Konkurrenz an die Wand gespielt.

4. Hardware4u.net Gamers Dream im Test

Dass Spielerechner nicht unbedingt groß und laut sein müssen, will Hardware4u.net mit dem Gamers Dream Revision 4.1 Air Micro belegen. Wir haben…


Kleines Spiel für zwischendurch

Bildergalerien
7 Geschenkideen, die am Anfang Ihrer Beziehung schaden könnten Mobiles Fernsehen MP3-Player Portable DVD-Player

Bilder-Suche

Top 5 Downloads
1
Recuva

Version: 1.42.544
Lizenz: Freeware
Betriebssystem: Windows

2
Win7codecs

Version: 3.6.3
Lizenz: Freeware
Betriebssystem: Windows

3
OnlineTV

Version: 6.2.0.5
Lizenz: Freeware
Betriebssystem: Windows

4
CCleaner

Version: 3.19.1721
Lizenz: Freeware
Betriebssystem: Windows

5
Firefox

Version: 13.0 Beta 5
Lizenz: Open Source
Betriebssystem: WindowsLinuxMac

Download-Suche