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Ratgeber Mit Wadia zum Topklang bei iPod und iPhone

Üblicher Weise sind die eingebauten D/A-Wandler und Ausgangsstufen für den Klang von MP3-Spielern verantwortlich. Mit dem Wadia 170i Transport lassen sich bei iPod & iPhone die Digitalausgänge nutzen.

Wadia 170i Transport

Wadia iPod-Dock:
  • +guter Ton
  • +Fernbedinung mit Folientasten
  • -sehr hoher Preis

Digitalausgänge bei MP3-Playern gab es früher mal bei iriver. Dann waren sie jahrelang kein Thema, obwohl sie bei den meisten Modellen des Kult-Players iPod im Verborgenen schlummerten. Prinzipiell ist das Digitalsignal in der betreffenden iPod-Universalschnittstelle vorhanden, nutzbar allerdings nur mit Erlaubnis von Apple. Die hat High-End-Spezialist Wadia erhalten und ein Dock gebaut, das das Digital­signal an einem koaxialen Ausgang bereitstellt. Die Digital/Analogwandlung kann über ­einen separaten Konverterbaustein erfolgen, der in Qualität und Preis frei wählbar ist.

Funktionen

Der Preis für den 170i Transport beträgt 459 Euro, was auf der ersten Blick recht happig erscheint. Dafür gibt es aber echtes Wadia-High-End-Flair  mit hochwertigem Metallgehäuse. Die Abmessungen betragen 6,8 x 20,3 x 20,3 Zentimeter; zum Lieferumfang gehört eine kleine Fernbedienung mit Folientasten. Die nimmt sich im Vergleich zum Gerät selbst ­dürftig aus und bietet nur elementare Laufwerksfunktionen. Neben dem digitalen stellt das Gerät ein analoges Audiosignal zur Verfügung, darüber hinaus Video mit den Anschlüssen S-Video und Komponenten.

Der 170i Transport von Wadia ist in edlem Metallgehäuse aufgebaut und für viele Apple-Player geeignet.

Kompatibilität

Als kompatibel gibt Wadia folgende iPod-Modelle an: alle vier Nanos, Classic, Video sowie die Touch- und iPhone-Modelle. Der YUV-Ausgang wird nur mit den letzten beiden Generationen sowie mit dem Classic unterstützt, doch wegen der für große Bildschirme zu geringen Auflösung der iPod-Videosig­nale ist YUV nicht so wichtig.

Anders verhält es sich hin­gegen mit dem Digitalausgang. Denn alle iPods beherrschen das verlustfreie PCM-Format WAV, das Apple-Pendant AIFF sowie das verlustarm komprimierte Apple Lossless, und wenn es digital zur Verfügung steht, ist das schon eine feine Sache. Dann agieren die Bestseller ähnlich wie stationäre Festplattenspieler, bei denen der Klang maßgeblich vom ­angeschlossenen Wandler bestimmt wird sowie von der Qualität, mit der die Musik von der CD gerippt wird. Das kann mit iTunes oder Exact Audio Copy geschehen.

Für größere Musiksammlungen empfehlen sich die iPod-Modelle mit Festplatten; derzeit ist der Classic mit 120 Gigabyte erhältlich. Das reicht für 180 Stunden im CD/WAV-Format, mit Apple Lossless sind es zirka 250 Stunden. Mit maximalen Speichern von 32  Gigabyte (iPod Touch) und 16 GB (iPhone) ergibt sich ein Viertel/Achtel dieser Zeiten.

Hörtest

Für den Hörtest haben wir den Wadia mit dem CD-Laufwerk Accustic Arts Drive II SE verglichen und beide am Referenz-Wandler Tube-DAC II SE betrieben, ebenfalls von Accus­tic Arts. Mit eingestecktem iPod Touch und AIFF-Material klang der 170i etwas luftiger als das CD-Laufwerk, spielte zudem  ein wenig kontrollierter, flüssiger und betonter. Die CD-Kombi erzeugte mehr Kraft im Grundton, während wir bei den anderen Klangfarben nur wenig Unterschiede heraushörten.

Mit dem iPhone geriet das Klangerlebnis nicht so vollendet strukturiert wie mit den reinen Musikplayern; nett ist aber, dass das Handy beim Abstecken wieder automatisch ins Netz geht.

Insgesamt ergibt das ein tolles Bild für den Wadia-Transport: nicht gerade preisgünstig, für den Klangpuristen aber eine lohnende Investition.

 
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