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Streaming-Dienst Mit Spotify kostenlos Musik hören

Das Angebot klingt verlockend: Millionen Songs von nationalen und internationalen Musikern hören, einfach online und noch dazu kostenlos. Wir haben uns den Streaming-Dienst Spotify genauer angesehen.
Spotify-App © Spotify

Was früher nur auf illegalen Download-Plattformen möglich war, bieten verschiedene Streaming-Dienste inzwischen ganz legal an. Spotify ist der vielleicht bekannteste unter ihnen. Nach Unternehmensangaben nutzen den Dienst mehr als 40 Millionen Nutzer in 56 Ländern.

Was bietet Spotify?

Aus der immensen Musiksammlung sucht der Nutzer per Eingabe im Suchfeld seine Lieblingskünstler, -alben oder –lieder heraus und kann sie sofort anhören. Wer dort etwa „Michael Jackson“ eingibt, bekommt den Künstler und die dazugehörigen Alben übersichtlich angezeigt. Aber nicht nur das: Ihm werden auch Playlists anderer Spotify-Nutzer vorgeschlagen, die diese mit dem eingegebenen Suchbegriff „Michael Jackson“ benannt haben.

Diese Playlists sind im Programm gespeicherte Liedersammlungen, die – schaut man zurück in die Zeit der Musikkassette – mit einem Mixtape zu vergleichen sind. Sie enthalten persönlich zusammengestellte Liedersammlungen, die auch von unterschiedlichen Musikern stammen können. Jeder Nutzer, der eine solche Playlist anlegt, stellt sie automatisch allen anderen Nutzern zur Verfügung. Wer seine Playlists nicht teilen möchte, kann dies in den Einstellungen für jede einzelne Liedersammlung festlegen.

Über die Funktion "Your Music" können Nutzer auch eigene Musiksammlungen unabhängig von den Playlists anlegen, indem sie einen Song oder ein Album speichern. Die Sammlung lässt sich anschließend nach Künstlern, Alben oder Songtiteln filtern.

Wer im Suchfeld oben links seinen Lieblingskünstler eingibt, bekommt alle Ergebnisse übersichtlich nach Playlists, Künstler und Alben sortiert angezeigt. © Spotify
Wer im Suchfeld oben links seinen Lieblingskünstler eingibt, bekommt alle Ergebnisse übersichtlich nach Playlists, Künstler und Alben sortiert angezeigt.

Was kostet Spotify? Die verschiedenen Preispakete

Die Software ist kostenlos. Wer auch für die Musik kein Geld ausgeben will, sondern gratis seine Lieblingsstücke hören möchte, muss sich bei Spotify lediglich mit Werbung abfinden. Diese wird ihm im Programm angezeigt und nach einer gewissen Anzahl von Songs akustisch eingeblendet. Eine Unterbrechung mitten im Stück findet jedoch nicht statt. Bei der kostenlosen Nutzung kann der User die Musik am PC oder Laptop sowie über Smartphone und Tablet abspielen. Auf Smartphones funktioniert die Wiedergabe in der kostenlosen Version nur im Shuffle-Mode. Man kann zwar einen bestimmten Künstler oder eine Playlist wählen, die so vorausgewählten Lieder werden dann aber zufällig abgespielt. Wer einen bestimmten Song direkt anwählen möchte, muss zur kostenpflichtigen Premium-Version wechseln.

Test: iPod Touch 5G und iPad Mini

Ein Premium-Konto kostet 9,99 Euro im Monat. Dafür bekommt man neben der werbefreien Plattform auch die Möglichkeit, die Lieder herunterzuladen und somit auch offline zu hören. Besonders auf mobilen Geräten kann diese Funktion praktisch sein. Außerdem kann beim Premium-Konto die Klangqualität von 160 kb/s auf 320 kb/s erhöht werden. Auch Spotify Connect, das Musik per Knopfdruck auf kompatible Geräte streamt, steht nur in der Premium-Version zur Verfügung.

Ruft man eines der Alben auf, werden alle Lieder der Platte angezeigt. Die weißen Balken rechts neben der Spieldauer geben die Beliebtheit an. Je mehr Balken dort zu sehen sind, umso öfter wurde das Stück bereits gehört. © Spotify
Ruft man eines der Alben auf, werden alle Lieder der Platte angezeigt. Die weißen Balken rechts neben der Spieldauer geben die Beliebtheit an. Je mehr Balken dort zu sehen sind, umso öfter wurde das Stück bereits gehört.

Freunde bei Spotify

Spotify bietet auch die Möglichkeit, sich mit seinen Freunden – z. B. denen von Facebook – zu verbinden. So kann Musik besonders leicht mit anderen Personen geteilt werden. Wer einem seiner Bekannten ein Stück empfehlen möchte, sendet das entsprechende Lied einfach an dessen Spotify-Account. Der Freund findet das Stück dann in seinem Spotify-Postfach, und kann es direkt dort anhören. Auch über Facebook und Twitter kann man Musik teilen.

Praxis: So hören Sie FLAC-Dateien auf iPod & Co.

Musik, die der User abruft, wird außerdem automatisch seinen Freunden im Programm angezeigt. Gleiches gilt, wenn ein Freund Lieder zu einer Playlist hinzufügt. Auch darüber werden Freunde bei Spotify informiert. Wer weiß, dass ein Freund einen ähnlichen Musikgeschmack hat wie er selbst, wird hier u. U. auf neue Musik aufmerksam, die auch ihm gefällt. Man kann auch gemeinsam mit Freunden eine Playlist anlegen. Bei einer gemeinschaftlichen Playlist können alle dafür freigegeben Personen neue Songs hinzufügen, oder die Reihenfolge der Songs ändern.

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Mit der Funktion „Spotify Social“ können Nutzer anderen Personen auch folgen, wie es von Facebook bekannt ist. Spannend ist dabei: Man kann so nachvollziehen, was Prominente und Bands hören und sehen, welche Musik bei diesen Personen gerade angesagt ist.

Technische Voraussetzungen

Um das Angebot nutzen zu können, muss der User die Software herunterladen und ein Konto anlegen. Die Kopplung an ein Facebook-Konto wie sie früher vorgeschrieben war, gibt es nicht mehr. Es wird lediglich eine gültige E-Mail-Adresse benötigt. Mit dem eingerichteten Zugang kann er sich auf jedem Rechner, auf dem Spotify installiert ist, einloggen und auf seine Playlists, Lieblingslieder etc. zugreifen. Spotify läuft unter Windows (ab XP), OS X (ab 10.6), Linux, iOS, Android, Windows Phone 8 und auf einigen Blackberry-Modellen. Es sollte eine Übertragungsgeschwindigkeit von mindestens 256 kbit/s gegeben sein, um flüssigen Musikgenuss zu ermöglichen.

 
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