Menü

Ratgeber Boxenaufstellung Lautsprecher richtig aufstellen und einwinkeln

Keine Box überzeugt ohne Aufstellungsoptimierung. AUDIO zeigt Schritt für Schritt, wie Sie das klangliche Optimum aus ihrem Lautsprecher rausholen können.

Standboxen im Test
vergrößern
© Hersteller/Archiv (Symbolbild)

Bei der Aufstellung von Lautsprechern empfiehlt es sich, schrittweise vorzugehen und mit Sprach- oder Gesangsaufnahmen mit wenig Begleitung nach jedem Schritt probezuhören. Zunächst sollten Boxen-, Hör- und Wandabstände optimiert werden, anschließend muss die Box genau ausgerichtet werden.

Schritt 1: Raumakustik

Nicht jeder Lautsprecher passt in jeden Raum. Der AUDIO Akustik-Assistent hilft bei der Vorsortierung, indem er die Eignung jedes getesteten Lautsprechers für die Kriterien Raumgröße/Hörabstand, Raumakustik und Wand­abstand angibt.

Der Akustik-Assistent hilft bei der Auswahl des passenden Lautsprechers.

Schritt 2: Abstand & Stereodreieck

Eine Stereoanlage erzeugt in der Regel die beste Abbildung, wenn Boxen und Hörer ein gleichseitiges Dreieck bilden, also der Hörabstand dem Abstand der Boxen zueinander entspricht. In der Praxis kann man die Werte um 10-20 Prozent abweichen lassen, solange beide Boxen gleichweit vom Hörer entfernt bleiben.

Ist der Abstand zwischen den Boxen kleiner als der Hörabstand, gewinnt oft die Mittenortung und Fokussierung, aber die Raumtiefe und -breite leidet: Es klingt nach einem „engen Tunnel“. Umgekehrt führt ein zu breites Stereodreieck mit größerer Basisbreite oft zu diffuserem Klangbild mit undefi­nierter Mitte. Hier gilt es zu experimentieren.

Praxis: Raumeinmessung selbst gemacht

Auch die Größe des Stereodreiecks insgesamt beeinflusst stark das Klangbild: Je kleiner die Seitenlängen, desto mehr wird der Hörraum akustisch ausgeblendet, das Klangbild wird deutlicher, aber auch präsenter und weniger räumlich.

Beim Nahfeldhören wird das sogar angestrebt. Der beste Hörabstand ist oft der, bei dem sich eine abgespielte Mono-Schallquelle (Sprache, Gesang) gerade noch stabil mittig zwischen den Boxen ­abbildet.

Schritt 3: Einwinkeln & Ausrichten

Seitenwände neben den Boxen sorgen für frühe Reflexionen und stören deshalb mitunter Ortung und Tonalität. Boxen, die den Schall stärker bündeln – also jene mit „H“-Empfehlung – sind davon nicht so stark betroffen.

Mehr lesen

Für alle anderen ist ein Abstand von 1 Meter zur unbedämpften Seitenwand empfohlen. Bei der Einwinkelung lohnt es sich zu experimentieren. Die Ausgewogenheit muss Schritt für Schritt mit einer homogenen Abbildung in Einklang gebracht werden.

Klingt es dunkel, sollte die Box direkter auf den Hörer gerichtet werden, bei zu hellem Klang empfiehlt sich weniger Winkel bis hin zur parallelen Ausrichtung. Letztere zerreißt aber oft die Mittenortung – ist sie trotzdem geboten, empfiehlt es sich, die Boxen sehr stark (40-50 Grad) einzuwinkeln, so dass sich die Abstrahlachsen vor dem Hörplatz kreuzen. Oft lässt sich so der Sweet-Spot noch vergrößern.

 
Anzeige
Anzeige
x