Report - stereoplay unterwegs InEar-Hersteller Phonak
© stereoplay
Eigentlich hat er nicht viel Zeit. Christoph Umbricht, der Verantwortliche für „neue Märkte“ bei Phonak, hat einen straffen Zeitplan für die Führung durch das Phonak-Werk aufgestellt. Doch dafür ist hier alles viel zu interessant: Schon hinter der Eingangshalle des Firmengebäudes bleiben wir staunend vor einem kleinen Museum stehen.
© stereoplay
© stereoplay
Da ist noch viel Aufklärungsarbeit nötig, denn gutes Hören ist für die Kommunikation unerlässlich. Phonak ist da mit seinen Anstrengungen erfolgreich: 7000 Mitarbeiter erwirtschaften einen Jahresumsatz von über 1,3 Milliarden Euro.
Kaufberatung: Megatest In-Ear-Kopfhörer
Damit sind die Schweizer Weltmarktführer. Und sie haben – weil sie die gesamte Entwicklung und große Teile der Fertigung nach wie vor im Heimatland belassen – ein enormes Wissen um die speziellen Anforderungen rund ums richtige Hören. Damit machen sie sich nun – und deshalb waren wir vor Ort – an die Entwicklung feinster In-Ear-Kopfhörer.
© stereoplay
Zuerst, so das Firmen-Credo, muss ein In-Ear bequem sitzen. Dafür hat Phonak Kautschuk-Aufsätze entwickelt, die nur an zwei Punkten im Ohr festsitzen; das ist bequemer. Die Form der In-Ears ist so gehalten, dass die Hörer mit dem Ohr plan abschließen; man kann also auch „mit“ einschlafen. Wie die Hörgeräte, die über Jahrzehnte getragen werden, traktiert Phonak die In-Ears im hauseigenen Chemielabor über lange Zeit mit Schweiß- und Ohrschmalz-ähnlichen Stoffen.
© stereoplay
„Die Elektronik wird über die Jahre von dem ziemlich aggressiven Ohrwachs stark angegriffen oder sogar zerstört“, erklärt Umbricht, der längst seinen Zeitplan aufgegeben hat und geduldig unsere Fragen beantwortet. „Wir haben als Ohrwachs-Schutz unsere austauschbaren Filter entwickelt. Auch die setzen sich zu, können aber jederzeit ausgetauscht werden.“
Mehr lesen
- Übersicht: Alle Bestenlisten
- Test: Standboxen ab 440 Euro
- Kaufberatung: HiFi-Kopfhörer im Test