Der Ton Macht's Geheimnisse der Tontechnik - Volume 1
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Erste Tonaufnahmen und der Phonograph
Die erste bekannte Tonaufnahme ist die eines französischen Folkloreliedes, die Edouard-Leon Scott de Martinville im Jahr 1857 machte. Er nutzte dazu eine "Phonautograph" genannte Maschine, welche die Wellenform des Klanges mittels einer Feder auf ein Stück Papier übertrug. Diesen Klangabdruck wollte er anschließend mit einem zweiten Gerät "scannen" und wiedergeben. Leider fehlte für die Rückverwandlung dieser Schallabbildung damals das nötige Wiedergabegerät. Heute ist das kein Problem mehr – und Martinvilles Aufnahme kursiert längst auch im Internet.
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Abhilfe brachte 1887 das klanglich leicht unterlegene "Gramophone" von Emil Berliner, das den Ton nun auf flache Schellack-Platten aufzeichnete. Diese konnten beliebig oft und in gleichbleibender Qualität vervielfältigt werden – der entscheidende Grund, weswegen Berliners System sich gegenüber Edisons Idee durchsetzen konnte.
Alle bisher erwähnten Maschinen basieren auf dem Prinzip der "akustischen Aufnahme". Die Musiker mussten sich so nah wie möglich vor einem riesigen Horn aufstellen. Der Schall wanderte durch dieses bis zur Aufnahme-Nadel, die direkt den Wachszylinder beziehungsweise
die Schellack-Masterplatte beschrieb.
Technische Meilensteine durch Bell Labs und AEG
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bereits 1943 Stereo-Aufnahmen herstellen. Genau solch ein AEG-Stereo-Gerät brachte der amerikanische Armee-Funker John T. Mullin nach dem Zweiten Weltkrieg nach Hause zurück und konnte den Entertainer Bing Crosby dafür begeistern. Crosby sah sofort das Potenzial dieser
Technik – ließen sich Sendungen doch von nun an vor ihrer eigentlichen Ausstrahlung aufnehmen. Er investierte 50.000 Dollar und gründete mit Mullin die Firma Ampex, die binnen kürzester Zeit zum Marktführer aufsteigen sollte.
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Von 4-Spur-Bandmaschinen und 24-Kanal-Workstation "MFX2
George Martin von den Abbey Road Studios hingegen musste sich lange Zeit mit zwei Kanälen begnügen. Das führte in Europa zum "Mix-Down"-Verfahren, bei dem die Aufnahmen mehrfach zusammengeführt werden mussten, um Kanäle einzusparen. Selbst 1967 noch hatte der "Fünfte Beatle" bei der Aufnahme von "Sgt. Peppers" nur vier Spuren zur Verfügung, was für die umfangreichen Bläser und Streichersektionen dieser Musik bei weitem nicht reichte. So entstand der Pop-Klassiker über mehrere, aneinander gekettete 4-Spur-Bandmaschinen.
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Ab der nächsten Folge untersuchen wir bekannte Meilensteine der Musikproduktion und lüften einige ihrer Geheimnisse.
Autor/en:
Alexandros Mitropoulos
Quelle:
AUDIO