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AUDIO


Lothar Brandt

8. Dezember 2008
Ratgeber: AUDIO Titel-CD 01/09: Great Music - die 2000er Bild vergrößern 937 935 http://img3.magnus.de/image-r937x934-C-6769e95b-14346652.jpg

Ratgeber

AUDIO Titel-CD 01/09: Great Music - die 2000er

Große Musik ... in großartigen Aufnahmen: AUDIO präsentiert Ihnen „Great Music" dieses Jahrzehnts auf CD.

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Große Musik ... in großartigen Aufnahmen: AUDIO präsentiert Ihnen „Great Music" dieses Jahrzehnts auf CD. Das Booklet zur CD gibt es hier zum Download.

Die beliebte CD-Reihe mit klanglichen Highlights aus fünf Jahrzehnten startete AUDIO in Ausgabe 5/2008 mit den 60er Jahren. Nach den 70ern (7/08), 80ern (9/08) und 90ern (11/08) bildet nun die aktuelle Dekade seit dem Jahr 2000 den krönenden Abschluss. Damit haben Sie eine unterhalt­same Übersicht zu Musik und Aufnahme­technik eines halben Jahrhunderts komplett.

Audiophile Ohrwürmer

Wie gewohnt setzt AUDIO auf eine Mischung aus Pop und Klassik. Den Reigen eröffnet ein absoluter Ohrwurm, dessen krümelmonsterverdächtiges „Hmmm-Ma“-Intro seit seinem Erscheinen aus zahllosen Vorführkabinen tönte: Mit „No Sanctuary Here" hat der am 13. September 2005 verstorbene Gitarrist und Songschreiber Chris Jones der High-End-Szene ein unsterbliches Klangjuwel hinterlassen. Aufgenommen und produziert wurde der Titel von Günter Pauler in seinen für makellosen Sound berühmten Stockfisch-Studios.

Unangefochten auf dem audiophilen Thron sitzt seit jeher die Amerikanerin Sara K. Deren Eigenkomposition „Terra Contenta" weicht dank einer unwiderstehlichen „Hookline" und dem satt-runden Sound der Chesky-Brüder nicht mehr aus den Gehörgängen. Gleichfalls von David Chesky betreut wurde der Conga-Spieler Candido Camero, der als einer der letzten Überlebenden der großen kubanischen Latin-Jazz-Tradition 2004 noch ein Album mit der Sängerin Graciela aufnahm. AUDIO wählte den instrumentalen Dialog zwischen Conga und Kontrabass („Conga Jam“)als dynamischen Prüfstein aus.

In der klassischen Singer-SongwriterTradition steht David Munyon aus Newport, Rhode Island. Der Amerikaner mit einer Vorliebe für die deutschen Stockfisch-Studios würzte seine sensible Gitarrenballade „Four Wild Horses" mit Klängen des australischen Didgeridoo.

Klassik mit Jungstars

Wie es sich für ein aktuelles Jahrzehnt gehört, repräsentieren den Klassikteil von „Great Music Vol. V" überwiegend junge Künstler, die von den AUDIO-Partner-Labels Sony Classical, der jetzt in Sony aufgegangenen RCA/BMG und der Deutschen Harmonia Mundi behutsam aufgebaut werden. Längst ein Star ist dagegen der Tastenhexer Martin Stadtfeld, der mit eigenwilligen Bach-Interpretationen schnell internationales Renommee gewann. Und der Cellist Jan Vogler steht ebenso für kluge Repertoire-Auswahl wie für souveränes, zupackendes Spiel ohne Schmalz.

Gleich drei der wichtigsten Komponisten-Jubilare des Jahres 2009 sind auf „Great Music" auch schon zu hören. Felix Mendelssohn feiert 200. Geburtstag – und AUDIO die herrlich sangliche Wiedergabe seines Violinkonzert-Evergreens, mit dem sich Joshua Bell im Jahr 2000 zum Shooting Star spielte. Für das Sopran-Fach übernahm das 2007 Annette Dasch. Auf ihrer schön zusammengestellten „Armida“-CD – es erklingen nur Arien aus Opern über die berühmte Zauberin – präsentiert sie auch den Opernkomponisten Joseph Haydn, dessen 200. Todestag die Musikwelt 2009 begeht. Wesentlich bekannter als Opern-Schreiber ist der dritte im Jubel-Bunde, Georg Friedrich Händel (250. Todestag), dessen Bravourstück „Sento Brillar" die Mezzosopranistin Vesselina Kasarova als Titel ihrer jüngsten CD wählte.

Vor großen Karrieresprüngen steht auch die lettische Geigerin Baiba Skride. Mit ihrer tiefgehenden Interpreation des Tschai-kowsky-Konzerts zeigt sie sich großen Aufgaben gewachsen. Zwei weitere junge Stars der „Great Music Vol.  V“-Riege rücken zwei weniger populäre Instrumente ins Hörfeld: Hille Perl erkämpfte für ihre Gambe längst auch Säle jenseits der „Alte Musik“-Spezialistentreffs. Und die Blockflötistin Dorothee Oberlinger bläst ihr Instrument vehement aus dem Ruf des betulichen Hausmusik-Röhrchens. Der hypervirtuose 2. Satz aus der Corelli-Sonate „La Follia" ist der Beweis.

In der klassischen Sinfonik machte der radikal schlanke, rasante Ansatz von Paavo Järvi mit seinem Bremer Beethoven-Zyklus Furore. Auch aufnahmetechnisch feierte ihn die Kritik. Das galt schon immer für die Bruckner-Interpretationen des 2002 verstorbenen Günter Wand. AUDIO ist stolz, auf „Great Music" mit der 8. Sinfonie eine seiner letzten Aufnahmen überhaupt vorstellen zu dürfen.

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