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stereoplay High End Guide 2011 Audio Reference bringt Neuheiten-Flut mit nach München

Audio Reference bringt Neuheiten-Flut mit nach München, von Quelle bis Lautsprecher – von Audio Research über Prima Luna und Sonus Faber bis zu Velodyne – am größten Stand auf der High End 2011 ist alles dabei.
Audio Reference © Archiv

Über all die Jahre der HIGH END im Münchner M.O.C. war der Stand von Audio Reference immer am leichtesten zu finden: Er war einfach der größte, gleich vorn in der Halle hinter dem Eingang.

Der Über-Lautsprecher: Sonus Faber Fenice © Archiv
Der Über-Lautsprecher: Sonus Faber Fenice

Dieses Jahr aber treibt es AR-Chef Mansour Mamaghani höher hinaus: ins Atrium 4/E 119, den größten Raum der Messe. Hier steht auch eine natürlich nach ­allen Regeln der Kunst akustisch getun­te) 40-Quadratmeter-Hörkabine, wo – wenn alles rechtzeitig fertig wird – die neue und atemberaubende Sonus Faber Amati Futura an Audio-Research-Elektronik aufspielt. Wesentlicher Teil des Ensembles ist die aktuelle Endstufe Reference 150. Aber auch der Plattenspieler EAT S mit ­neuem Tonarm und Van-den-Hul-Tonabnehmer Grashopper 4 GLA machen den Besuch in der Audio-Reference-Kabine zum Pflicht­programm.

Mansour Mamaghani, Inhaber von Audio Reference © Archiv
Mansour Mamaghani, Inhaber von Audio Reference

Selbstredend gibt es im stattlichen Portfolio des Vertriebs  noch viel mehr Neuheiten als jene aus der Hörkabine. Dafür hat ­Mamaghani die großen Ausstellflächen drumherum reserviert.
stereoplay zeigt Audio-Reference-Neuheiten, die der geneigte High Ender in jedem Fall schon einmal gesehen oder beschnuppert haben sollte.

Meridian

Gemeinhin steht Meridian für Lossless Packing, die quasi verlustfreie Komprimierung digitaler Dateien, sowie technisch höchst ambitionierte Musikkomponenten und -Systeme. Die Briten waren an vielen Stellen Vorreiter – auch bei der Beschallung des heimischen Wohnzimmers mit optisch attraktiven, digital auf­wendig entzerrten (großen) Aktivboxen. Nun entdecken die Technik-Pioniere die Schönheit im Kleinen. Mit dem Audio Core 200 (2100 Euro) zeigen sie jetzt einen CD-Preceiver mit USB-Anschluss für entsprechende ­Serversysteme wie das Media Core 200 (2600 Euro). Das Audio Core 200 kann so putzig sein, weil die Leistungselektronik, wie bei Meridian üblich, in den Lautsprechern steckt. Und auch das gibt es jetzt en miniature: Die Boxen DSP 3200 (5200 Euro) klingen für ihre Größe ganz schön erwachsen. Die aufwendige Entzerrungstechnik von Meridian macht‘s möglich.

Krell

Der amerikanische Verstärker-Spezialist Krell bemüht sich um Kostensenkung im Sinne des Kunden. Die zweiteilige Vorstufe Phantom (mit ausgelagertem Netzteil) liegt von Aufwand und Klang her schon ziemlich nah an der ebenfalls zweiteiligen Mega-Vorstufe Evolution Two Reference. Auf der Münchner HIGH END wird das Phantom (Preis: 20 000 Euro), das sogar eine aktive ­Weiche eingebaut hat, erstmals in Deutschland einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Audio Research

Für Audio Research – lustigerweise (wie Audio Reference) auch „AR“ abgekürzt – läuft es derzeit richtig gut. Der Weltmarktführer in Sachen höchstwertige Röhren-Komponenten hat erst kürzlich mit der doppelstöckigen Anniversary-Vorstufe die Referenz-Stufe erreicht. Und die ­Neuheiten sprudeln förmlich aus dem Werk mit Sitz in Plymouth/Minnesota.
Etwa der DAC 8 (5400 Euro), die Phonovorstufe PH 8 (8000 Euro) oder die gewaltige Stereo-Endstufe Reference 150 für 14 000 Euro. DAC 8 und PH 8 konnten wir auf der CES schon hören und waren sehr, sehr angetan... Und von der Endstufe Reference 150 hört man aus den USA ebenfalls nur Bestes.

Auf der HIGH END in München sind diese drei Edelkomponenten nicht nur zu bestaunen, sondern auch zu hören – an der famosen Sonus Faber Amati ­Futu­ra in der Kabine von Audio ­Reference in Raum A4 / E119.

AR

Mansour Mamaghani, Inhaber

stereoplay: AR ist einer der größten High-End-Vertriebe Deutschlands. Fürchten Sie die immer größer werdende Bedeutung des PC als Quelle?

Mansour Mamaghani: Keineswegs. Meridian war ja Vorreiter, und nun folgen viele. Ich meine, Server- und Client-Lösungen lassen sich auch in beste High-End-Anlagen einbinden. Die Benutzerfreundlichkeit wird immer größer, sodass selbst PC-abgeneigte High Ender über solche Optionen nachdenken.

Ich bin froh, dass es diese Lösungen heute gibt, denn so kann ich auch junge Menschen an das Thema „beste Musikwiedergabe“ ­heranführen. Vielleicht entsteht so die nächste High-Ender-Generation.

PrimaLuna

PrimaLuna war eine der ersten Marken, die überragend ­klingende Röhrenverstärker zum vergleichsweise sehr fairen Preis auf den Markt brachte. Der niederländische Hersteller nutzte weltweite Kontakte, um seine ­Vorstellungen von bezahlbarem High End umzusetzen. Dabei ist PrimaLuna absolut rührig und macht auch vor Digitalprojekten nicht Halt. Charakterisch aber sind natürlich die Verstärker wie der Dialog One mit KT88-Bestückung für 2680 Euro.

Sonus Faber

Als Sonus Faber im Sommer 2010 den Über-Lautsprecher Fenice (160 000 Euro) vorstellte, rieben sich alle Kenner die Augen: Ist das noch Sonus Faber? Bei Lichte besehen schon, denn die Verarbeitung der auf 20 Paar weltweit limitierten Superbox ist wie üblich bei den Italienern liebevoll und absolut perfekt und wurde durch das Einbringen tragender Metallteile noch einmal deutlich verbessert. Zusätzlich überraschte Sonus Faber mit einer aufwendigen Federbein-Abkopplung vom Boden und einem kleinen Zweiwegesystem auf der Rückseite, damit sich der Klang noch besser von der Box lösen kann.

Die traumhaft schöne Amati Futura (28 000 Euro) ist nun die erste Sonus-Faber-Box nach dem Projekt Fenice. Sie hat nicht alle Besonderheiten des Flaggschiffs, ist aber mit den Metallteilen und der gediegenen Optik schon ziemlich dicht dran. Sie baut eine Brücke zwischen der Sonus-Tradition und der Moderne.

Velodyne

Schon seit einigen Monaten sind sie auf dem Weltmarkt zu haben, aber erst jetzt kommen die Hightech-Subwoofer aus der DD-Plus-Serie von Velodyne (Preis: 3660 bis 6000 Euro) auch nach Deutschland. Auf der HIGH END wird vor allem der DD 15 Plus zu sehen sein – am häufigsten bei stereoplay, wo mit neun Exemplaren ein Subwoofer-Workshop stattfindet.

Die Modelle der DD-Plus-Serie sind dank ihrer neuen Bässe mit längerer Schwingspule verzerrungsärmer und tiefbassfähiger. ­Genial: Diese neueste Generation Subwoofer kommuniziert jetzt auch schon miteinander. In Sets aus mehreren Woofern können bis zu vier miteinander verbunden werden – bei der Konfiguration muss man also nicht viermal eine ­Einzelmessung machen, sondern kann die Subs gemeinschaftlich auf das beste Ergebnis einmessen.

Eine spannende Geschichte, die sicher hilft, den Technik-Vorsprung des Marktführers zu untermauern.

 
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