Laura Veirs
July Flame
Die Landschaft im Nordwesten der USA hat die Musik der studierten Geologin und Songwriterin Laura Veirs von jeher geprägt. Naturmetaphern durchziehen ihre Lyrik, sorgen gar für das Konzept ganzer Alben. Der Vorgänger „Salt Breakers" etwa erzählte Geschichten, die das Salz des Meeres mit jenem menschlicher Tränen verknüpften. Auf „July Flame" besingt Laura Veirs nun einen nachdenklichen, zurückgenommenen Sommer.
Kompakt
Künstler: Laura Veirs
Richtung: Pop
Vertrieb: Bella Union / Cooperative Music (Universal); CD, LP
Die Instrumentierung der 13 Songs, die wie immer unter der sensiblen Produktion ihres Lebensgefährten Tucker Martine entstanden, ist dabei ruhiger als die des Vorgängers. „July Flame" wird von sanftem Gitarrenpicking, sphärischen Chören und verhallten Pianoklängen getragen. Der klaren Mädchenstimme Laura Veirs steht in einigen Songs das hoch-heisere Organ von My-Morning-Jacket-Sänger Jim James zur Seite. Der Viola-Künstler Eyvind Kang zeichnet herzerwärmende Improvisationen, und auch der Arrangeur Steve Barber hat einige wunderbare Partituren für Streichquartett geschrieben, was den Folkcharakter von Veirs‘ Songwriting auf spannende Art erweitert. Nicht nur deshalb wird man sich schwer tun, Laura Veirs als eine Folk-Songwriterin unter vielen zu bezeichnen. Denn ihre Qualität als Komponistin, ihre Lyrik und der musikalische Blick über den Tellerrand sämtlicher Musikgenres heben sie aus der Masse mehr als hervor.


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