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Vocal Jazz/Blues/Folk Caecilie Norby - Arabesque

Caecilie Norby Arabesque © ACT / Edel Kultur; CD

Das skandinavische Frauenwunder ließ das südlicher gelegene Kontinentaleuropa schon öfter staunen. Caecilie Norby war lange vor diesem Boom da. Die Dänin mit der markanten, dunklen Stimme und Musik in den Genen – die Mutter war Opernsängerin, der Vater Komponist – erlebte bereits 1983 mit einer Funk-Jazz-Band ihre Premiere im Plattenstudio.

Mit zahlreichen Einspielungen, erst bei Blue Note, nun bei ACT, zeigte sie ihre Klasse als wandlungsfähige Interpretin ohne stilistische Scheuklappen: Pop, Folk, Blues – für die Jazz-Sängerin kein Problem, zumal sie in ihrem Ehemann, dem Bassisten und Produzenten Lars Danielsson, ebenfalls einen Wanderer zwischen den Welten zur Seite hat.

Auf „Arabesque“ wagt Caecilie Norby nun den Brückenschlag zwischen ihren E-Musik-Wurzeln und einem sehr delikaten Kammerjazz. Zu Werken des klassischen Impressionismus schrieb sie Texte, womit sie deutlich macht, welches erhebliche Popstar-Potenzial Komponisten wie Maurice Ravel, Gabriel Fauré, Erik Satie oder Claude Debussy besitzen. Nahtlos fügen sich eigene Stücke von Norby & Danielsson („Simple Theme“, „Nocturne“, „Forever You“) sowie Jazz-Nummern von Abbie Lincoln („Wholly Earth“) oder Michel Legrand („I Will Say Goodbye“) ein.

Norbys Vortrag ist an Intensität schwer zu überbieten. Sie bewegt sich aber auch in einem nahezu perfekten Umfeld. Könner wie Bugge Wesseltoft (Piano), Ulf Wakenius (Gitarre), Palle Mikkelborg (Trompete) sowie Hans Ulrik an Flöte und Bassklarinette setzen wirkungsvoll sparsame Akzente. Und gleich in drei Top-Studios wurde an der sehr räumlichen, audiophilen Aufnahme gefeilt.

 
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