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Chefredakteur connect, autohifi, navi-connect Dirk Waasen

Dirk Waasen

Es gab tatsächlich Zeiten, da verstand ich die Kollegen, die Mobilfunk zu ihrem Beruf gemacht hatten, so gar nicht: Wie Wünschelrutengänger nach Wasseradern suchten sie in der Mittagspause vor dem Verlagsgebäude nach Funkwellen und freuten sich riesig, wenn sie Wege aus dem Funkloch fanden und Verbindungen zu Ihresgleichen aufbauen konnten. Für alle anderen waren Handys damals wohl noch exotischer als für mich, der ich im Verlag von Mobiltelefonisten umgeben war. Vierstellige DM-Beträge und horrende Minutenpreise verfehlten ihre abschreckende Wirkung nicht.
Nicht dass mein Beruf von außen betrachtet bodenständiger gewesen wäre. Nein, ich testete anno 1991 als Jungredakteur für die Schwesterzeitschriften stereoplay (www.stereoplay.de) und autohifi (www.autohifi-magazin.de) diverse Unterhaltungselektronik-Komponenten, die teils gar fünfstellige Beträge kosteten. Wahrscheinlich hielten mich die connect-Kollegen ihrerseits für einen, dem es wichtig ist, ob die Triangel im Orchester hinten rechts eher nach hellem Plong oder stumpfem Pling klingt. Und sie hatten recht. Allzu lange dauerte es dann aber doch nicht, bis ich mich selbst zum Kreis der Mobiltelefonierer zählen wollte: Mein privater Handyvertrag feiert demnächst 15jähriges Jubiläum, mein erstes Mobiltelefon – mit Mannesmann-Aufdruck – kaufte ich dann schon wegen der guten Platzierung in der connect-Bestenliste und meinen ersten Zweitakku fünf Tage nach dem ersten Ersthandy, weil mehr als 8 Stunden aktive Nutzung nicht drin waren. Was aber nicht an connect, sondern an der damaligen Technik lag.
So blieb ich über Jahre connect-Leser, bis 2002 mein Grundinteresse an mobilen Endgeräten und die vakante Stelle bei connect – zunächst als stellvertretender Chefredakteur – einen gemeinsamen Nenner fanden. Dass Handys heute nur wegen mir über MP3-Player, Video- und Fotofunktionen verfügen, ist indes ein Gerücht, mit dem ich an dieser Stelle ein für alle Mal aufräumen möchte. Trotz nicht seltenem Alltagsstress freue ich mich tagtäglich über ein engagiertes, professionell arbeitendes und dennoch allzeit menschelndes Redaktionsteam, über eine Branche, die über Jahre hinweg mit ungebremster Dynamik und faszinierenden Themen voll im Wind segelt und über die Chancen, die uns die Zukunft aus Print und Online bringt.

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