plus Klanglich top, schlägt deutlich teurere Receiver
plus etwas gewöhnungsbedürftige Fernbedienung

Spitzenklasse
80 Punkte

Community-Bewertung:

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Der Onkyo bietet fürs schmale Budget erstaunlich viele Funktionen. Sogar einen iPod kann er steuern - allerdings nur mithilfe eines als Zubehör erhältlichen Dockings, was mit stolzen 90 Euro zu Buche schlägt.


Der von außen unscheinbare Onkyo leistet sich kaum Ausstattungslücken und ist auch komplett ohne Fernbedienung zu steuern. Das mit 9,6 Kilo schwerste Gerät im Test lässt auch beim Blick unter die Haube keine Zweifel aufkommen: Mit diskreten Endstufen, großem Trafo und zwei Elkos von je 8600 Mikro-Farad ist das Innere des TX-SR 507 sauber aufgebaut.

Gegenüber seinem Vorgänger TX-SR 505 (Test in AUDIO 6/07) hat er ein paar Features eingebüßt. Die Endstufen für Surround-Back-Lautsprecher sowie die S-Video-Anschlüsse wur­den gestrichen. Das Einmess-System Audyssey 2 EQ blieb erhalten. Dazu kamen zwei HDMI-Buchsen und eine neue Fernbedienung, an die sich Besitzer älterer Onkyo aber erst gewöhnen müssen.

Da die HD-Tonformate in der Einsteiger-Klasse neu sind, zog AUDIO den 600 Euro teuren Panasonic SA-BX 500 aus Heft 2/09 und den Sony STR-DA 2400 (800 Euro, 10/08) zum Vergleich heran.

Schon nach ein Paar Takten der Nine Inch Nails („The Hand That Feeds“ von der Blu-ray-Disc „The Sound Of High Defini­tion“) schien klar, dass der Onkyo tatsächlich für Höheres gebaut worden ist. Schläge auf die Drums, das Ausklingen der Gitarren, die Bühnen-Abbildung: Alles klang größer und erwachsener als über den Pioneer oder den Yamaha.

Die Stimme von Hans-Peter König in der Rolle des König Heinrich („Lohengrin“) hatte mehr Kraft und Volumen, und Norah Jones atmete tiefer und entspannter an ihrem Klavier. Da musste der Sony STR-DA 2400 (Audio 10/08) schon richtig dagegen halten. Nachdem die Tester Andrew Lloyd Webbers Musical „Das Phantom der Oper“ gehört hatten, war jedoch klar, dass der TX-SR 507 nicht ganz an den doppelt so teuren Sony heran kam. Auch wenn die Kraft vorhanden war, schaffte es der Onkyo nicht, die räumliche Abbildung des STR-DA 2400 zu erreichen. Jedoch erklomm er mit 90 Punkten in HD-Surround dieselbe Klangstufe wie Harmans AVR-255 (600 Euro, 2/09).

In DVD-Surround das gleiche Bild: Onkyo spielte kraftvoll und direkt, Sony verlieh dem Ganzen zusätzlich noch mehr Glanz und Raumfülle. Im Stereodurchgang konnte der TX-SR 507 sogar mit dem STR-DA 2400 gleichziehen. Der Onkyo spielte so präzise und fein aufgelöst, dass die Juroren keinen nennenswerten Unterschied zwischen ihm und dem Sony mehr feststellten.

Sedin Mujic
24.08.2009

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